Eine Fahrt im Riesenrad kann schnell für mehr Aufregung sorgen als geplant, wenn die Fahrgäste zu Fahrtbeginn nicht sicher in den Gondeln sitzen. Um für höchste Sicherheit in ihren Riesenrädern zu sorgen, verwendet die niederländische Familie Lamberink-Kroon Sicherheitstechnik von Phoenix Contact.

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen begegnet und was sie leisten.

Familienbetrieb Lamberink Ferris Wheel

Kokkie Kroon und Jan Lamberink sind die Gründer von Lamberink Ferris Wheel. Alles begann, als Kokkie Kroons Vater 1976 ein Riesenrad kaufte. Zunächst reisten sie damit von Veranstaltung zu Veranstaltung. Schnell interessierte sich Jan Lamberink selbst für den Bau der Attraktionen. Seit den 1980er-Jahren beteiligte er sich daher an deren Konstruktion. Als sich der Riesenradhersteller vom Markt zurückzog, entschied die gesamte Familie im Jahr 2014, Riesenräder in Eigenregie zu bauen. Als erfahrene Schausteller wissen Lamberink und Kroon genau, was ihre Kunden wünschen. Mittlerweile sind ihre Riesenräder international bei Schaustellern ein Begriff. Mehr als 20 Riesenräder hat die Familie seit 2014 gebaut.

Zwei Riesenräder

Riesenrad – Riesenaufwand

Einfacher Transport, schneller Auf- und Abbau, geringer Personalaufwand für die Errichtung – alles wichtige Anforderungen an die Riesenräder. Aber wie sieht das aus, wenn ein Riesenrad „einfach“ transportiert und „schnell“ aufgebaut wird? Nun ja, ein 33 Meter hohes Riesenrad benötigt vier LKWs für seinen Transport sowie je zehn Stunden für das Aufstellen und Demontieren. Bei 44 Metern Höhe sind es zwölf LKWs sowie je zwei ganze Tage für den Auf- und Abbau. Der Aufwand soll sich lohnen: Zufriedene Fahrgäste sind das Ziel.

Zufriedenheit durch Automatisierung

Visualisierung der Beladung im Riesenrad

Intelligente Automatisierungstechnik sorgt beim Befüllen der Gondeln mit Fahrgästen dafür, dass die Belastung gleichmäßig und die Fahrzeit gerecht ist. Schließlich möchte jeder Fahrgast für sein Geld die gleiche Anzahl an Runden im Riesenrad verbringen wie alle anderen Gäste. Über eine webbasierte Visualisierung kann der Bediener die Beladung des Riesenrads überwachen. Die Steuerungsaufgaben übernimmt ein Axioline-Controller von Phoenix Contact.

Sicherheit im Riesenrad

Für die Sicherheit der Fahrgäste ist es unheimlich wichtig, dass sich das Riesenrad erst in Bewegung setzt, wenn alle Personen sicher in den verschlossenen Gondeln sitzen. Der Start des Riesenrads sowie der Not-Halt dürfen aus Sicherheitsgründen nicht durch die Standardsteuerung ausgeführt werden. Zur Realisierung der sicherheitsgerichteten Aufgaben hat sich Lamberink daher für die SafetyBridge Technology von Phoenix Contact entschieden. Sichere Eingangs- und Ausgangsmodule erfassen die sicheren Signale bzw. geben sie aus. Außerdem führen sie ständig Diagnosen durch und überwachen das Modul zum Beispiel auf Kurzschlüsse. Ein Logikmodul in der SafetyBridge-Installation generiert und kontrolliert das sicherheitsgerichtete Übertragungsprotokoll. Dabei erkennt es Fehler in der Kommunikation und deckt sie auf, sodass sie keine Gefahr mehr darstellen.  Tritt beispielsweise in einem Eingangsmodul ein Übertragungsfehler auf, wechselt das System in einen sicheren Zustand. Der sichere Zustand bedeutet in diesem Fall das Anhalten der Attraktion. Dem Bediener des Riesenrads werden dann automatisiert Hinweise zur Störungsbeseitigung gegeben. Das reduziert die durch die Sicherheit verursachten Stillstandszeiten.

Das Riesenrad wird vom Kassenhaus bedient

Auch in ihrem neusten Projekt „Skygate“ will die Familie Lamberink-Kroon auf die SafetyBridge Technology setzen. Skygate ist das erste speichenlose Riesenrad, das seinen Fahrgästen einen 360-Grad-Blick aus der Gondel erlaubt.

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