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Der Burj Khalifa ist das größte Gebäude der Welt. Mit seinen 828 Metern Höhe zieht der Wolkenkratzer Blitze geradezu an. Ein Lightning-Monitoring-System ist da unerlässlich. Mehr dazu im Blogbeitrag.

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen begegnet und was sie leisten.

LM-S misst Schäden am Gebäude

Verheerende Schäden durch Blitzeinschläge an Anlagen und Gebäuden sind keine Seltenheit. In Zeiten von Urbanisierung und Megacities (größere Städte, höhere Gebäude) wird das Thema Blitzmessung immer wichtiger. Denn je höher ein Bauwerk ist, desto stärker ist es Belastungen durch Blitzeinschläge ausgesetzt. Deshalb darf das Lightning-Monitoring-System von Phoenix Contact auch auf der Spitze des höchsten Gebäudes in Dubai nicht fehlen. Es wurde dort installiert, um die Blitzeinschläge im Burj Khalifa erfassen und auswerten zu können.

Der Burj Khalifa in Dubai

Das Blitzmesssystem besteht aus einem Analyser, einer Verbindungsleitung und bis zu drei Sensoren. Wenn ein Blitz in die Blitzfangstange einschlägt, entsteht ein Magnetfeld im Ableiter. Durch den magnetooptischen Faraday-Effekt werden die Stoßströme in der Blitzabteilung gemessen. Charakteristische Messwerte der Blitze, wie dessen maximale Steilheit oder die Ladung, werden ermittelt und gespeichert.

Dem Betreiber des Gebäudes dienen diese Informationen lediglich zur statistischen Auswertung, denn über ein umfassendes äußeres und inneres Blitzschutz­system verfügt das Gebäude ebenfalls.

Installation in über 800 Metern Höhe

Unter extremen Bedingungen fand die Installation des Blitzstrom-Messystems in Dubai statt. Ingenieur Arno Kiefer war dabei und berichtet in seinem Blogbeitrag über die Installation auf dem höchsten Gebäude der Welt. Achtung, wir hoffen, ihr seid schwindelfrei!

Ursprünglich wurden Blitzmesssysteme hauptsächlich für Windkraftanlagen genutzt. Unvorhergesehene Schäden verursachen dort immer wieder Kosten in der Reparatur. In letzter Zeit bewährte es sich jedoch immer wieder, Blitzmessgeräte auch in Gebäuden – vor allem Wolkenkratzern – zu installieren. Wo bei einer Windkraftanlage lediglich 10 Meter Kabellänge ausreichend sind, um Sensor und Analyser verbinden zu können, wurden für den Burj Khalifa allerdings ganze 200 Meter Kabellänge benötigt – der Größenunterschied macht sich eben doch bemerkbar.

Grafik zur Blitzstrommessung im Burj Khalifa

Die Blitzfangstange ist der höchste Punkt des Burj Khalifas. Der Blitzsensor wurde daran mit Metallkabelbindern fixiert. Normalerweise ist der Sensor schwarz, doch auf Grund der hohen Sonneneinstrahlung wurde für diesen Wolkenkratzer eine Spezialanfertigung in weiß hergestellt. Weil die Installation unter extremen Bedingungen stattfand, wurden die einzelnen Schritte im Voraus mehrfach geprobt. Auch das 200 Meter lange Glasfaserkabel zwischen Sensor und Analyser brachte besondere Herausforderungen mit sich. Vor der Installation musste es auf Temperaturfestigkeit von über 70 Grad Celsius geprüft werden. Damit sich das Kabel auf dieser Länge aufgrund des Eigengewichts nicht durchhängt, wurde es alle zehn Höhenmeter für ein Stück waagerecht verlegt.

Vom Burj Khalifa zum Hermannsdenkmal

Es ist zwar nicht das höchste Gebäude der Welt, aber wir Lipper sind stolz auf unser Hermannsdenkmal. Auch dort wird das Lightning-Monitoring-System von Phoenix Contact verwendet. Den Beitrag dazu findet ihr hier.

Der Beitrag wurde auf Basis dieser Applikation verfasst.

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