Über ein fast 500 Kilometer langes Leitungsnetz versorgen die Stadtwerke Bad Kreuznach die Einwohner des Kurorts mit Trinkwasser. Dabei kommt Fernwirktechnik von Phoenix Contact zum Einsatz. Lest mehr dazu im heutigen Beitrag.

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen begegnet und was sie leisten.

500 Kilometer sind lang. In Luftlinie gemessen ist das die Entfernung von Berlin nach München, von Madrid nach Barcelona, von Oslo nach Kopenhagen. Bei den Stadtwerken Bad Kreuznach ist es die Länge des Leitungsnetzes. 4,3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser werden darüber jedes Jahr an die angeschlossenen Haushalte und Betriebe abgegeben. Die Stadtwerke beliefern über 71.000 Einwohner mit Trinkwasser. Aus über 25 Quellen und 34 Brunnen wird das Wasser aus der Region gefördert und bei den Stadtwerken Bad Kreuznach aufbereitet. Die 23 Vorratsbehälter können mehr als 25.000 Kubikmeter Wasser fassen. Da sich das Versorgungsgebiet im Jahr 2018 ausgeweitet hatte, war es nötig, das Leitungsnetz anzupassen.

500 Kilometer Leitungen wurden mit Fernwirktechnik ausgestattet

Dazu gehörte nicht nur, die Leitungen auszutauschen. Auch mit Automatisierungs- und Fernwirktechnik setzten sich die Verantwortlichen auseinander. Die Herausforderungen:

  • Die Erneuerung sollte sukzessive erfolgen. Alte und neue Systeme mussten demnach parallel nebeneinander arbeiten.
  • In der Anlage kommen Automatisierungskomponenten von verschiedenen Herstellern zum Einsatz. Das erfordert offene Schnittstellen sowie die Verwendung von Standardprotokollen für die Datenkommunikation.

Bei der Suche nach einem geeigneten Hersteller stießen die Stadtwerke Bad Kreuznach auf Phoenix Contact. Das Blomberger Unternehmen hat bereits andere Stadtwerke mit Automatisierungs- und Fernwirktechnik ausgestattet. Ein Anwendungsbeispiel der Stadtwerke Barsinghausen findet ihr hier.

Fernwirktechnik nach Protokoll

Das Fernwirksystem Resy+

Die Lösung aus dem Hause Phoenix Contact basiert auf einer Kombination aus einer anwendungsgerechten Steuerung sowie dem Fernwirksystem Resy+. Es ermöglicht eine sichere, ereignisorientierte und kostengünstige Überwachung dezentraler Anlagen. Der Einsatz vielfältiger Protokolle erlaubt die Vernetzung der Fernwirkstationen mit dem Leitsystem.

Als Protokoll für die Datenübertragung nutzen die Stadtwerke Bad Kreuznach das Fernwirkprotokoll IEC 60870-5-104. Wer sich für das Thema Fernwirktechnik und entsprechende Protokolle interessiert, kann sich dieses Whitepaper anschauen. Kurz gesagt: Das Fernwirkprotokoll ist ein Übertragungsprotokoll zwischen Leitstelle und Unterstationen, bei dem die Kommunikation über ein TCP/IP-Netzwerk stattfindet. Mehr zu solchen Netzwerken lest ihr hier.

Überwachung in der Leitzentrale

Die gesammelten Daten aus den dezentralen Einheiten landen im Prozessleitsystem in der Leitzentrale. Dort können Mitarbeiter alle Prozesse nun aus der Ferne steuern. Den Zustand der Anlage haben sie dabei immer im Blick. Historische Daten versieht die Steuerung mit einem Zeitstempel. So lassen sie sich archivieren und stehen für umfassende Analysen zur Verfügung. Im Bedarfsfall sorgt ein Alarmierungssystem dafür, dass das Instandhaltungs- und Servicepersonal informiert wird.

Aktuell und zukunftssicher

Die Fernwirkstrecken können jederzeit flexibel erweitert werden. Durch das Fernwirkprotokoll ist auch die Einbindung von Komponenten weiterer Hersteller problemlos möglich. Bei den Stadtwerken Bad Kreuznach ist beispielsweise eine Pumpensteuerung eines anderen Herstellers angebunden.

Der Beitrag ist auf Grundlage dieses Applikationsberichts entstanden.

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