Künstliche Intelligenz – Wo stehen wir, wo geht es hin?

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Einen Blick in die Zukunft zu wagen, ist immer spannend. Und was sollte sich dafür besser eignen als das Thema Künstliche Intelligenz (KI)? Welche Auswirkungen künstliche Intelligenzen auf unseren Alltag haben, lest ihr im folgenden Blogbeitrag.

Industrie 4.0 das ist die Produktion der Zukunft. Alles wird “smart”, nicht nur das “phone” und die “watch”, auch unser Arbeitsalltag verändert sich im Rahmen der Digitalisierung rasant. Wir halten euch auf dem Laufenden darüber, was die vierte industrielle Revolution eigentlich bedeutet. Anhand von praxisnahen Beispielen erklären wir, wie wir den Weg der digitalen Transformation Richtung Zukunft beschreiten.

KI in unserem Alltag

Künstliche Intelligenz treibt Menschen schon lange um. Wie lässt sich intelligentes Verhalten automatisieren und wie erleichtert maschinelles Lernen unseren Alltag?

Eine erste Form der Künstlichen Intelligenz nutzen wir heute ganz selbstverständlich: Seit 1990 hilft sie uns, unerwünschte E-Mails direkt in den Spam-Ordner zu sortieren. Seid ihr interessiert, welche Möglichkeiten KI in der Industrie 4.0 eröffnet und wie der aktuelle Entwicklungsstand ist, dann schaut in das Technologieszenario der Plattform Industrie 4.0.

Beispiele für KI

Erst seit kurzer Zeit stehen die technischen Möglichkeiten bereit, riesige Datenmengen zu speichern und diese von extrem leistungsfähigen Prozessoren verarbeiten zu lassen. Die Online-Pinnwand Pinterest ist ein Beispiel dafür, was heute möglich ist. Dort nutze ich Grafiken und Fotografien in einem sozialen Netzwerk mit visueller Suchmaschine. Diese baut auf einen Pool von mehr als 175 Milliarden mit Daten hinterlegten Bildern auf. Entdecke ich dort z. B. eine Jacke, die mir gut gefällt, wird diese von einem Algorithmus auf dem Foto identifiziert. Diese Künstliche Intelligenz sucht mir dann nicht nur die Marke heraus. Gleichzeitig werden meine persönlichen Daten abgeglichen, wie Größe oder weitere Vorlieben. So bekomme ich eine Produktvorschlag, den ich vermutlich kaufen werde.

Ein weiteres Beispiel, das jeder kennt, ist das autonome Fahren. Augen und Ohren des Autos sind spezielle Sensoren, z. B. Kameras. Aktuell gibt es noch Problem bei komplizierter Verkehrsführung oder schlechten Wetterbedingungen. Aber daran wird gearbeitet.

KI bei Phoenix Contact

Damit künstliche Intelligenz arbeiten kann, bauen Programmierer ein Modell der Wirklichkeit und abstrahieren es. Micha Scharf von Phoenix Contact: „Dafür definieren wir das Problem, stellen die notwendigen Daten bereit und wählen ein geeignetes Modell aus. Im Werkzeugbau sagt uns die KI beispielsweise vorher, welche Breite ein Kunststoffbauteil haben wird, wenn ich bestimmte Einstellungen an der Spritzgussmaschine vornehme.“ Im Grunde werden anhand sehr vieler Messergebnisse unbekannte Größen einer Gleichung in bekannte Größen gewandelt. Damit werden bei uns schon viele Arbeitsabläufe optimiert.

Um bei Protiq, unserer Tochtergesellschaft für additive Fertigung, fertig gestellte Teile den jeweiligen Aufträgen zuzuordnen, nutzen die Kollegen künstliche neuronale Netze. Das sind Strukturen für maschinelles Lernen. Sie basieren auf der Fähigkeit, die erforderlichen Merkmale selbst anhand von z. B. Kamerabildern zu lernen. Dafür lernen Filter Merkmale wie Farbübergänge oder Kanten, so wie bei der Gesichtserkennung auf Fotos.

Thema ist das bei uns in vielen Bereichen. Das beweist auch die interne Veranstaltung „Artificial Intelligence – Hack Days 2019“. Dort werden Teilnehmer auf Basis unserer Produkte PLCnext Control und Proficloud Software für Künstliche Intelligenz programmieren.

Der Blick in unsere Zukunft

kollaborativer-roboterIn Zukunft wird Künstliche Intelligenz vermehrt Einzug bei uns halten. In der Produktion könnten Roboter eigenständig ihre Arbeitsabläufe verbessern. Dafür lernt der Roboter mit KI beispielsweise, wie schnell oder langsam ein Teil an den Menschen weiter gegeben werden muss. Oder in der Verwaltung kommt eine E-Mail mit einem Produktbild an. Die KI erkennt, dass an dem Produkt etwas abgebrochen ist. Der Kunde bekommt das Teil automatisch zugesandt. Ausgewertet würde auch, ob dieses Teil häufiger reklamiert wird. Eine Information ginge dann an die entsprechende Abteilung, um den Fehler kurzfristig abzustellen.

Doch obwohl KI immer häufiger Aufgaben für uns erledigen wird, sind es immer berechnete Modelle. Sie können sich der Realität nur annähern, nach wir vor bleibt der Mensch in der Verantwortung.

Über den Autor

Im Corporate Marketing kümmere ich mich um Innovationen. Seit einigen Jahren dreht sich dabei alles um die Digitalisierung. Was das genau für unsere Industrie und unsere Arbeitsplätze bedeutet, ist ein extrem spannendes Thema. Darüber möchte ich mit vielen Beispielen aus der Praxis berichten. Privat lasse ich nicht so viel Digitalisierung in mein Leben in Lemgo, ein vernetzter Kühlschrank kommt (erstmal) nicht ins Haus. Besucht mich auf LinkedIn.

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