Die Sysmik-Story und warum wir heute zu Phoenix Contact gehören

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Die Dresdner Sysmik GmbH, 1990 als KMU gegründet, gehört seit Oktober 2015 zur Phoenix Chttps://sysmik.de/intesa/index.php/de/ontact-Gruppe. Wie es dazu kam und wie der Entwicklungsweg von Sysmik ein Spiegel der Technikentwicklung im Bereich Gebäudeautomation ist, schildert der damalige Gründer und CEO Dr. Gert-Ulrich Vack der heute als Berater für Phoenix Contact tätig ist.

Unser Standort in Dresden

Alles begann 1990 mit einem Chip

Als Sysmik startete, vollzog sich in der Gebäudetechnik ein Technologiewandel: Dezentrale Automation mit Bustechnik löste Zentralsteuerungen ab. Wir setzten alles auf einen neuartigen innovativen Mikrocontroller, der on-chip eine vollständige Netzwerkschnittstelle enthielt und entwickelten damit kommunikationsfähige Geräte für beliebig große Netzwerke. Zum Beispiel programmierbare Feldcontroller oder Kleinststeuerungen für Reinstraum-Lüftungsanlagen in Fabriken, etwa von Seagate und Intel.

Das Babylon der

Je mehr busfähige Geräte verfügbar waren, desto schwieriger wurde es, diese zu vernetzen. Die Geräte konnten nicht miteinander kommunizieren, sie waren nicht interoperabel. Zwar entstanden international genormte Kommunikationsstandards, und unsere Geräte „sprachen“ von nun an LON, MODbus und BACnet. Oft wurden jedoch teure Koppelgateways eingesetzt,  weil Hersteller Standards nicht einhielten oder Software proprietär ausgeführt wurde. Auch gab es über hundert Spezialprotokolle, die das Projektengineering aufwändig und teuer machten.

Eine verrückte Idee

ILC 2050 BI

Sysmik war inzwischen zehn Jahre erfolgreich am Markt. In den USA suchte ein Energiekonzern eine Lösung, um seine landesweit verstreuten und mit unterschiedlichen Systemen ausgestatteten Gebäude, auf eine Servicezentrale aufzuschalten. Die Firma Tridium entwickelte dafür das „Niagara Framework“. Diese Softwareplattform basiert auf offenen Standards und Web-Technologien und kann Geräte, Funktionen und Systeme internetweit integrieren. Niagara ist weltweit im Einsatz.

Niagara faszinierte uns. Ließe sich ein Controller für eine Inline-Station von Phoenix Contact entwickeln, der Niagara direkt ausführt? Wir präsentierten diese Idee dem Tridium-Management und wurden schließlich als eine von drei Firmen ausgewählt, das Projekt zu realisieren. 2014 stellten wir auf dem Niagara-Summit in Las Vegas mit großem Erfolg unseren Niagara-Controller vor.

Nur Gebäudeautomation?

Zu uns kamen Experten der Automobilfirma Ford. Sie erkannten: Diese industrietaugliche modulare Automationsstation mit Niagara kann die verschiedenen Aufgaben in Gebäudetechnik, Infrastruktur und in industrienahen Anwendungen abbilden und zusammenführen. Unser Produkt hatte Alleinstellungsmerkmale gegenüber dem Wettbewerb.

Würde es uns als kleine Firma aber alleine und vor allem schnell genug gelingen, dieses Produkt zu vermarkten? Wie könnten wir es schaffen, all die Ideen zu verwirklichen, die wir inzwischen entwickelt hatten? Das war der Zeitpunkt, an dem wir mit Phoenix Contact enger zusammen kamen.

Das Internet der Dinge kommt ins Spiel

Unsere Vision war eine Plattform für das Internet der Dinge in Gebäude- und Infrastrukturanwendungen – für „Building IoT“. BIoT-Lösungen ermöglichen, durch Analyse der Daten die im Gebäude anfallen, einen höheren Nutzen zu ziehen: Wo treten Energie- und Effizienzverluste auf? Wie kann vorbeugende Instandhaltung organisiert werden? Wie lässt sich ein vorausschauender und intelligenter Anlagenbetrieb gewährleisten? Marktanalysen prognostizieren ein rasantes Wachstum für BIoT.

Emalytics mit unserem ILC-2050 BI machts möglich!

Der ILC-2050 BI ist der Niagara-Controller für Inline-Modular von Phoenix Contact. Daran lassen sich zum Beispiel Sensoren, DALI-Lichtsteuerungen, Ventil- und Klappenantriebe oder auch Erdwärmepumpen anschließen. Wir haben Erweiterungen realisiert, unter anderem für webbasierte Visualisierung oder für drahtlose Kommunikation mit EnOcean. Anwendungsbeispiele sind Energieanlagen, Bürogebäude oder Einzelhandelsfilialen.

Das Automationssystem für Gebäudeinfrastruktur „Emalytics“ von Phoenix Contact enthält als Kern unseren Controller.

Emalytics in Aktion

Gebäude 4 am Standort Bad Pyrmont

Im Juni 2017 eröffnete Phoenix Contact das Büro- und Laborgebäude 4 in Bad Pyrmont: Ein „Smart Building“, mit unterschiedlichen Fabrikaten, Busprotokollen und Funktionen, gesteuert über Emalytics. Daten stehen auf vielfältige Weise und überall im Netzwerk abrufbereit. Das Gebäude ist energieeffizient. Die Automatikfunktionen für Klimatisierung, Beleuchtung und Sonnenschutz bieten den Mitarbeitenden eine Komfort- und Wohlfühlumgebung. Per Ipad auf die Solaranlage zugreifen, den Beamer fernbedienen oder die Sitzecke per „Sofasensor“ besetzt melden lassen – alles kein Problem.  Und mit einer Augmented-Reality-Brille kann man an den Anlagen Informationen und Betriebsdaten einblenden. „Mit dieser Technik haben wir einen Entwicklungsschritt von 15 Jahren gemacht,“ so der Facility Manager Frank Schröder, dem man die Begeisterung und den Stolz auf seine Haustechnik ansieht. Wir von Sysmik Dresden freuen uns natürlich ganz besonders mit den Kollegen über diesen Erfolg.

Wir suchen Mitstreiter!

Sysmik entwickelt sich innerhalb der Phoenix Contact-Gruppe zum Kompetenzzentrum Gebäudeinfrastruktur. Seit 1. Januar ist Jörg Nolte als neuer Geschäftsführer in Dresden aktiv und arbeitet eng mit dem Phoenix Contact-Team „Gebäudeinfrastruktur“ und den Entwicklungsabteilungen zusammen. “Wir befassen uns vor allem mit Softwareentwicklungen, die durch das Internet und durch Web-Technologien getrieben werden.  Wir freuen uns über kreative Mitstreiter, die unser Dresdner Team verstärken und bereichern können”, berichtet er.

Lernen Sie uns persönlich kennen vom 19. bis 21.01.2018 auf der Karrierestart in Dresden

Diesen Beitrag  hat Dr. Gert-Ulrich Vack geschrieben, der damalige Gründer und CEO der SysMik GmbH. Heute ist der als Berater für Phoenix Contact tätig.

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