Die unendlichen Weiten des Weltraums zu erkunden, sorgt beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für riesige Datenmengen. Das Rechenzentrum der DLR-Bodenstation in Weilheim muss daher permanent gekühlt werden. Bei der Steuerung der Kälteanlage kommt eine Lösung von Phoenix Contact zum Einsatz.

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen begegnet und was sie leisten.

Im bayerischen Weilheim befindet sich die 1969 in Betrieb genommene Satelliten-Funkstation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Die mehr als zehn riesigen Antennen, die schon von Weitem aus zu erkennen sind, dienen der Kommunikation mit verschiedenen Satelliten und Raumfahrzeugen, die im Orbit rund um die Erde unterwegs sind. Die Bodenstation in Weilheim liefert beispielsweise Telemetrie-, Kommando- und Bahnverfolgungsdaten an stationäre und umlaufende Satelliten und Raumsonden.

Antennen der DLR-Bodenstation in Weilheim

Bei so vielen Daten geht es im Rechenzentrum der DLR-Bodenstation buchstäblich heiß her. Die enorme Rechenleistung der lokalen Server erzeugt viel Wärme. Daher muss das Rechenzentrum kontinuierlich klimatisiert werden. Dazu befindet sich im Keller des Hauptgebäudes eine entsprechende Kontrolleinrichtung. Die darin verbaute Technik stammt zum Teil jedoch noch aus dem 1990er Jahren und auch die Steuerungstechnik war bereits 13 Jahre alt. Die Gefahr: Fällt eine Baugruppe aus, gibt es keine Ersatzbaugruppen mehr für die Kälteanlage. Die Technik zu erneuern war daher dringend erforderlich.

Operation am offenen Herzen

Die Technik musste dabei einige Voraussetzungen des DLR erfüllen:

  1. Ein herstellerunabhängiges Konzept, denn die verschiedenen in der Bodenstation installierten Gewerke, Anlagen und Geräte verfügen über eine Vielzahl unterschiedlicher Schnittstellen
  2. Eine moderne, kommunikative und sichere Lösung gemäß den neusten IT-Richtlinien
  3. Die Möglichkeit, eigene Vorstellungen einzubringen und eventuelle Anpassungen selbst vornehmen zu können
  4. Einbau am offenen Herzen, denn die Klimatisierung darf nur kurzzeitig unterbrochen beziehungsweise auf Handbetrieb umgestellt sein

Unser IoT-basiertes Gebäudemanagementsystem Emalytics erfüllt all diese Anforderungen, weshalb sich die Verantwortlichen in Weilheim für die Lösung entschieden. Nach wenigen Monaten Betriebszeit lässt sich bereits erkennen: Die neue Technik spart etwa 40 Prozent Energie ein.

Neben dem Gebäudemanagementsystem sind auch weitere Produkte wie Touch Panels zur Bedienung der Webseiten und die gesamte Anschlusstechnik aus dem Hause Phoenix Contact. Der Schaltschrank wurde bei der bit GmbH aus Karlstein als Generalunternehmer komplett vormontiert. Dadurch und durch die werkzeuglose Push-in-Technologie der Anschlusstechnik hat sich die Verdrahtungszeit erheblich reduziert.

Mehr Blogbeiträge zu Emalytics findet ihr hier.

Wie nützlich war dieser Artikel?

Durchschnittliche Bewertung / 5. Anzahl Bewertungen

0 Kommentare