„Ich dachte erst, ich hätte mich verhört – als Informatiker im Controlling?“. Patrick Ahrens ist IT-Student und hat über ein Stipendium den Weg zu Phoenix Contact gefunden. Warum er als Informatiker ins Controlling passt, erfahrt ihr in seinem Blogbeitrag.

Die Anzahl an verschiedenen Jobbezeichnungen nimmt rasant zu. Dabei reicht die Stellenanzeige als Informationsquelle für einen Job oftmals nicht aus. Aus diesem Grund lassen wir unsere Mitarbeitenden selber sprechen: Patrick Ahrens berichtet über seinen Job als Informatiker im Controlling.

Wie man zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt

Um mein Studium zu finanzieren und um meine Eltern finanziell nicht zu stark zu belasten, arbeite ich, seit ich 16 Jahre alt bin. Während meines gesamten Bachelors in Informatik an der Universität Paderborn war ich als Werkstudent bei einem großen Automobilzulieferer im Bereich Softwareentwicklung und -test tätig. Dort habe ich auch meine Bachelorarbeit geschrieben.

Studenten

Da ich schon immer großes Interesse an Apps hatte und mich die Selbstständigkeit gereizt hat, gründete ich im Jahr 2014 (aufgrund meiner damaligen Minderjährigkeit noch zusammen mit meinen Eltern) die Evomint UG (haftungsbeschränkt). Hier entwickele ich erfolgreich Apps für private und gewerbliche Kunden. Zusätzlich biete ich neben der Umsetzung eigener Projekte auch andere, klassische Softwareentwicklungsdienstleistungen an.

Ich weiß also, wie fordernd es sein kann, Arbeiten und das Präsentsein an einer Universität unter einen Hut zu bringen. Nach meinem Bachelor stand ich vor der Entscheidung, wie es ab da weitergehen sollte. Ich wollte aufgrund eines ausgeprägten persönlichen Interesses auf jeden Fall etwas im Bereich der IT-Sicherheit studieren. Doch leider wird in Paderborn dieser Studiengang nicht angeboten. Daher wählte ich ein Fernstudium an der Ruhr-Universität Bochum. Somit konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ich belegte meinen Wunschstudiengang IT-Sicherheit und konnte mich durch wegfallende Präsenzpflichten mehr auf das Arbeiten konzentrieren. Es gab jedoch einen Nachteil: Das Fernstudium ist nicht gerade günstig.

Wie ich per Zufall zu Phoenix Contact kam

Okay, dachte ich mir, das Problem mit den Studiengebühren muss irgendwie zu lösen sein. Also erkundigte ich mich nach Stipendien für Informatiker und stieß irgendwann auf die Seite „IT-Talents.de“. Hier können Unternehmen Stipendien an IT-Studierende vergeben, die sich bei ihnen per Lebenslauf und Antworten auf einige persönliche sowie berufliche Fragen vorstellen. Jeden Monat bietet ein anderes Unternehmen für jeweils ein Jahr eine finanzielle Unterstützung an, auf die sich jeweils schätzungsweise 100-200 Personen bewerben.

Da mir Phoenix Contact durch meine Nähe zum Hauptstandort Blomberg bereits seit Jahren ein Begriff war (und ich von mehreren Mitarbeitern verschiedener Standorte ausschließlich Positives über die Arbeit dort gehört habe), bewarb ich mich um ein Stipendium. Je länger ich recherchierte, desto überzeugter und interessierter war ich an dem Unternehmen: Von reiner Softwareentwicklung über E-Mobility-Lösungen bis hin zur Cyber-Security ist alles dabei! Als ich dann zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wurde, war meine Freude dementsprechend groß. Bei unserem persönlichen Gespräch wurde mir darüber hinaus in Aussicht gestellt, als Werkstudent in der Abteilung Controlling tätig zu werden. Ich muss zugeben, dass ich erst dachte, ich hätte mich verhört – als Informatiker im Controlling?

Als Informatiker im Controlling

Wie sich herausstellte, hat das Controlling viel mehr mit Informatik zu tun, als ich mit meinem BWL-Nebenfach im Studium vermutete. In der Abteilung, in der ich als Werkstudent tätig bin, entwickeln wir in einem Team mit mehreren IT-Studierenden und Festangestellten ein Tool zur Herstellungskostenberechnung und -planung. Die Arbeit macht mir großen Spaß, denn jeden Tag wird etwas Neues gefordert und man kann auch gut über den eigenen Tellerrand hinausschauen (Stichwort: Controlling). Mir gefällt auch, dass einem Kolleginnen und Kollegen immer gerne zur Hand gehen, wenn man (fachliche) Fragen hat. Die Lernkurve für die im Studium und in der bisherigen beruflichen Laufbahn nicht benutzten Technologien und Programmiersprachen ist sicher steil – aber wäre es sonst nicht auch irgendwie langweilig?

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