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Aus Schallplatten wurden Musikkassetten, dann CDs, MP3-Player, schließlich kommt der Sound per Stream aus dem Handy. Der Fernseher empfängt nicht mehr per Antenne oder Schüssel, sondern streamt aus der Steckdose, dem Kabel oder gleich per WLAN und heißt heute YouTube, Netflix oder Sky. Das ist Digitalisierung, die jeder täglich nutzt und niemand mehr missen möchte. Genauso verhält es sich mit der Digitalisierung in der Industrie: Sie bietet ganz neue Möglichkeiten und Chancen, ist technisch aber eine enorme Herausforderung. 

Diese Herausforderung zu meistern, sie in Chancen zu verwandeln und Digitalisierung zu denken, ist Aufgabe des Teams DTR – „Digital Transformation Roadmap“. Pinar Erdem ist eine der vielen Mitarbeitenden, die mit der Arbeit in ihrem Fachbereich zur digitalen Transformation beiträgt. Wir haben sie getroffen und Einblicke in eines der spannendsten Themenfelder bei Phoenix Contact bekommen.

Pinar ist 26 Jahre alt und ehemalige duale Studentin bei Phoenix Contact. Die gebürtige Blombergerin hat Wirtschaftsingenieurwesen studiert und sich parallel zur Mechatronikerin ausbilden lassen. Dann hat sie im direkten Anschluss den dualen Master im Bereich Produktion und Management gemacht und ist bei Phoenix Contact geblieben. Seit Februar 2022 arbeitet sie als Produktmanagerin im internen Startup TechEducation.

Kannst du den Begriff „Digitale Transformation“ kurz erklären?

Pinar Erdem: Die digitale Transformation ist ein permanenter Veränderungsprozess, der auf digitalen Technologien basiert. Basis dafür sind immer Daten, die an unterschiedlichen Stellen entstehen, weitergegeben und verarbeitet werden. Werden diese Informationen sinnvoll und neu miteinander kombiniert, können ganz neue Erkenntnisse entstehen. 
Mit Hilfe unterschiedlicher Technologien lassen sich diese Daten im Unternehmen nutzen, um neue Lösungen für z. B. Prozesse zu finden. So entstehen neue Ideen zur Verbesserung betrieblicher Abläufe oder Entscheidungsprozesse werden beschleunigt, weil wichtige Daten schneller vorliegen. Grundsätzlich gibt uns die digitale Transformation ganz neue Möglichkeiten, uns als Unternehmen zu verbessern. Denn sie betrifft alle Bereiche von der Produktion bis hin zum Marketing, auch bei Phoenix Contact.
Durch das Zukunftsbild der All Electric Society ergibt sich die Relevanz der digitalen Transformation zwangsläufig. Eine lebenswerte, nachhaltige Welt ist realisierbar. Sogar schon heute. Die Technologien dafür sind bereits erfunden. Und sie sind alle digital. Wir können unser Ziel erreichen, wenn wir auf die digitale Transformation setzen und ihre Chancen für unseren Arbeitsalltag nutzen.

Was macht die Arbeit so besonders? Was macht die digitale Transformation bei Phoenix Contact so spannend?

Pinar Erdem gestaltet die digitale Transformation bei Phoenix Contact mit

Pinar Erdem: Grundsätzlich spannend ist, dass wir alle diese Transformation mitmachen. Ein bisschen stellt das die bisherigen Standards auf den Kopf. Denn unter Umständen hat die jüngere Generation hier einen Wissensvorsprung. Denn wir wachsen mit digitalen Technologien, Internet, Social Media usw. auf. Hier könnte ein Bereich sein, in dem jüngere Menschen mehr Erfahrung als Ältere haben und ein Erfahrungsaustausch nicht mehr klassisch von älteren Generationen zu jüngeren Generationen stattfindet. Das macht die digitale Transformation so besonders.
Mir persönlich hat das Thema neue berufliche Entwicklungschancen eröffnet. Ich interessiere mich sehr für das Thema Bildung und Phoenix Contact hat mir die Gelegenheit gegeben, dieses Interesse jetzt auch beruflich umzusetzen und meine Leidenschaft auszuspielen. Darüber bin ich sehr glücklich. Die digitale Transformation schafft tatsächlich ganz neue Möglichkeiten auch in der Bildungswelt. Mit dem internen Startup TechEducation versuchen wir, diese Chancen ganz gezielt für Phoenix Contact zu nutzen. Da ich leidenschaftlich gern gelernt habe und mich im Bildungsumfeld sehr wohl fühle, ist das aktuell der perfekte Job für mich.

Was macht das interne Startup TechEducation?

Pinar Erdem: TechEducation hat in der Vergangenheit Hardware-Produkte für den Bildungsbereich entwickelt. Aktuell arbeiten wir jedoch an einem Konzept für eine digitale Bildungslösung, um auch in der Bildungswelt die digitale Transformation zu verankern. So können junge Menschen zeitgemäß lernen und verbinden Phoenix Contact nicht mehr nur mit Hardware-Komponenten. Wir hoffen natürlich, mit unserem neuen digitalen Lernkonzept junge Menschen besser anzusprechen und für Technik zu begeistern.

Was sind die Herausforderungen unserer heutigen Zeit mit Blick auf die digitale Transformation und was sind die Herausforderungen für die Zukunft?  

Pinar Erdem: Digitale Transformation ist ja ein immer fortlaufender Prozess, der mit der Entwicklung von neuen Technologien fortschreitet. Deswegen ist die größte Herausforderung der Wissenstransfer zwischen Mitarbeitenden und der kontinuierliche Wissensaufbau und -ausbau. Aber vor allem muss man die Menschen, also unsere Mitarbeitenden früh abholen und einbinden und mit dem Thema vertraut machen. Digitale Transformation kann nur mit ihnen stattfinden oder erfolgreich sein. Ich bin glücklich darüber, dass ich diesen Prozess mitgestalten kann. Ich liebe, mit Menschen in den Austausch zu gehen, ihre Anforderungen zu verstehen und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Und am Ende leisten wir so mithilfe neuer digitaler Technologien einen kleinen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft.

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