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Marina Mönikes war vor 15 Jahren eine von wenigen, die in Höxter Umweltingenieurwesen studierten. Heute ist das Thema Umweltschutz aus dem Privatleben sowie aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Im Interview erfahrt ihr mehr über Marina und ihren Beruf.

„Warum ich gerne Ingenieurin bin“ – so heißt unsere neue Reihe, in der wir euch Ingenieurinnen von Phoenix Contact vorstellen. Sie berichten aus ihrem Berufsalltag und erläutern ihre Beweggründe, wieso sie sich für die Laufbahn in einem technischen Beruf entschieden haben. Wir möchten damit einen Beitrag dazu leisten, dass die Technik in Deutschland weiblicher wird.

Als du vor 15 Jahren dein Studium begonnen hast, waren Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz noch nicht so relevant wie heute. Wieso hast du dich für den Studiengang Umweltingenieurwesen entschieden?

Dass ich etwas Technisches studieren möchte, war bei mir schon recht früh klar. Ich habe schon immer lieber mit dem Baukasten als mit Puppen gespielt (lacht). Außerdem wollte ich gerne in der Region bleiben, die großen Städte haben mich nie besonders interessiert. Die Wahl fiel dann auf den Studiengang Umweltingenieurwesen an der Fachhochschule Lippe und Höxter, heute Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Damals haben meine Freunde gesagt: „Umweltschutz – was willst du denn damit?“ Wir waren gerade mal 25 Leute in meinem Jahrgang, die das Studium abgeschlossen haben. Heute sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit privat wie in Unternehmen hochaktuelle Themen.

Was machst du als Umweltingenieurin bei Phoenix Contact?

Als ich vor 11 Jahren im Facility Management von Phoenix Contact angefangen habe, habe ich zunächst das Energiemanagement für die Standorte Blomberg und Schieder aufgebaut. In den Jahren darauf habe ich mich immer mehr mit der Abfallwirtschaft beschäftigt und leite mittlerweile die Gruppe für technischen Umweltschutz. Neben der Abfallwirtschaft kümmert sich die Gruppe auch um den Gewässer- und Immissionsschutz.

Wie steht Phoenix Contact bei diesen Themen aktuell da?

Marina Mönikes
Marina Mönikes

Wir trennen bei Phoenix Contact schon seit vielen Jahren über 40 Abfallfraktionen. Wir haben viele verschiedene Metalle, die wir separieren, wie beispielsweise Messing, Stahl und Aluminium. Auch bei den Kunststoffen trennen wir Produktionsabfälle von Folien, Umreifungsbändern oder Styropor. Hinzu kommen Kabelschrott, Elektroschrott aus der Produktion und Elektroschrott aus dem Bürobereich. Wir haben auch einige gefährliche Abfälle wie Altöl oder Chemikalien, sodass wir insgesamt auf 40 Fraktionen kommen. Davon versuchen wir, so viel wie möglich zu recyceln.

Wir sind also als Unternehmen in puncto Abfallwirtschaft schon gut unterwegs. Dass das Thema Nachhaltigkeit aktuell so viel Aufmerksamkeit bekommt, beschert mir und meinen Kolleginnen und Kollegen jetzt viel Sichtbarkeit und Zuspruch. Darauf können wir aufbauen und noch besser werden.

Würdest du den Studiengang Umweltingenieurwesen heute noch mal wählen?

Ich würde auf jeden Fall immer wieder einen technischen Studiengang wählen. Ob Umweltingenieurwesen auch heute noch meine Wahl wäre, kann ich gar nicht so genau sagen. Der Studiengang hat sich ja auch über die Jahre weiterentwickelt. Sicher ist, dass im Bereich Umweltschutz zukünftig immer wieder Stellen gebraucht werden. Mir macht mein Job total viel Spaß, die Abfallwirtschaft ist ein spannendes Feld und daher war mein beruflicher Weg, so wie er ist, genau richtig für mich.

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