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Torsten Janwlecke ist bei Phoenix Contact Präsident der Business Area DC und Chief Operating Officer in unserer Geschäftsführung. In dieser Rolle verantwortet er die Bereiche Corporate Facility Management sowie Corporate Product Quality and Compliance. Beide Bereiche spielen eine wichtige Rolle, wenn es um das Thema Klimaneutralität geht. Im Interview verrät uns Torsten Janwlecke mehr über die Klimaneutralitätsstrategie von Phoenix Contact.

Wer das Interview lieber in Form eines Videos anschauen möchte, kann das am Ende der Seite tun.

Warum beschäftigt sich Phoenix Contact mit Klimaneutralität?

Ein großer Teil klimaschädlicher Emissionen geht von der Industrie aus. Unternehmen haben einen großen Hebel als Erzeuger von CO2 und damit auch eine gesellschaftliche Verpflichtung, sich auf eine nachhaltige Unternehmensführung einzurichten. Dem wollen wir uns natürlich stellen.

Wir haben daher unseren Anspruch formuliert, klimaneutral und nachhaltig zu werden, unseren Kundinnen und Kunden, aber auch unseren Mitarbeitenden und der gesamten Gesellschaft gegenüber. Darüber hinaus wollen wir auch unsere Produkte und Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel einsetzen. Wir glauben daran, dass regenerativ erzeugte Energie in naher Zukunft wirtschaftlich und vor allem jederzeit und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen wird. Und wir können dabei helfen, sie zu erzeugen, zu verteilen, zu speichern und den Verbrauch intelligent zu steuern.

Diese Sichtweise haben wir in unserem Leitbild „Empowering The All Electric Society“ ganz fest verankert.

Welchen Beitrag kann Phoenix Contact zur All Electric Society leisten?

Als innovatives Technologieunternehmen war es immer schon unser Anspruch, Dinge effizienter zu machen. Von der einfachen Klemme bis hin zur komplexen Automatisierungslösung. Unser Streben nach effizientem Umgang mit Energie liegt in unserer DNA und hat uns auch dahin gebracht, wo wir heute schon stehen. Unsere Produkte und Lösungen sind entscheidende Bausteine für den Weg in eine All Electric Society, zum Beispiel in der Erzeugung von regenerativen Energien wie Solarparks oder Windrädern oder in der Verteilung, Steuerung und Speicherung dieser Energie in den Netzen. Und natürlich auch in der optimierten Anbindung aller Verbrauchenden in den unterschiedlichen Sektoren, zum Beispiel der Elektromobilität. Überall finden unsere Produkte Einzug und helfen unseren Kundinnen und Kunden dabei, klimaneutral zu werden.

Wie wird Phoenix Contact selbst klimaneutral?

Wir können als Unternehmen natürlich auch unsere eigenen CO2-Emissionen reduzieren und wir beschäftigen uns in dem Zusammenhang mit unserer gesamten Wertschöpfungskette. Dazu gehört auch der verantwortliche Umgang mit allen Ressourcen und die generelle Vermeidung von Schadstoffen. Unser Weg, die CO2-Ausstöße im Unternehmen auf Null zu bekommen, basiert dabei auf vier Säulen: Energieeffizienz, die Umstellung eigener Energiebezüge auf CO2-neutral hergestellte Energie, der Ausbau eigener Ressourcen im Sinne von energieerzeugenden Anlagen sowie die Kompensation noch vorhandener CO2-Ausstöße durch Investitionen in Solar- und Windanlagen.

Mit diesem Konzept sind schon jetzt alle unsere Betriebe in Deutschland klimaneutral. Weltweit werden wir das definitiv bis zum Ende dieses Jahrs erreichen. Unsere gesamte Wertschöpfungskette soll noch vor Ablauf dieses Jahrzehnts, also bis 2030, vollständig CO2-frei sein.

Was hat Phoenix Contact bis heute erreicht?

Wir haben allein im letzten Jahr acht Millionen Kilowattstunden Strom durch unsere Effizienzmaßnahmen der vergangenen Jahre eingespart. Durch den Bezug von Ökostrom ab Januar dieses Jahres werden wir in Deutschland 25.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Und wir investieren in den Ausbau und Aufbau von selbstgenutzten Solaranlagen mit Leistungen von mehr als einem Megawatt Peak pro Jahr. Auch unsere Gebäude richten wir zunehmend auf Klimaneutralität aus. Für die CO2-Ausstöße, insbesondere in der Wärmeerzeugung in Deutschland, haben wir durch Investitionen in den Ausbau von Wind- und Solaranlagen einen Gegenwert von über 20.000 Tonnen CO2 kompensiert. Und auch bei den kritischen Materialien machen wir gerade einen wirklich wichtigen Schritt. Wir haben begonnen, den als gesundheitsgefährdend eingestuften Bleianteil aus weiten Teilen unserer Kontakttechnik herauszunehmen und angefangen, bleifrei zu produzieren. Es ist uns wirklich ernst.

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2 Kommentare

  1. Stefanie Theil

    Hallo Herr Kerstingjohänner,

    können Sie mir sagen, über welches Video dort gesprochen wurde? Dann schaue ich gerne, wie ich es Ihnen zur Verfügung stellen kann.

  2. Kerstingjohänner Hubert

    Leider finde ich das Video

    Das heute im Radio (WDR2) angeboten wurde nich unter dem Text.

    Bitte senden sie mir den link