Wer kennt es nicht: Über die Feiertage verfällt man oft in eine Art Alltagstrott. Wenn man dann im neuen Jahr wieder zur Arbeit fährt, fällt es vielen nicht gerade leicht, zügig in den Arbeitsallteig einsteigen zu können.

Mit unserer Career-to-go-Reihe beleuchten wir verschiedene Karrierethemen für dich und geben hilfreiche Tipps für den Alltag in kompakter Form – quasi für unterwegs! Heute geht es rund um das Thema Motivation, damit ihr im neuen Jahr 2020 am Arbeitsplatz bestmöglich durchstarten könnt.

Motivation entsteht im Gehirn

Los geht’s im präfrontalen Cortex. Der ist Teil des Frontallappens der Großhirnrinde. An dieser Stelle im Gehirn wird entschieden, ob es sich überhaupt lohnt, Motivation zu produzieren. Dafür wird abgewägt, ob die gegebenen Anreize, z. B. in Form einer Belohnung, ausreichend sind. Ist dies der Fall, wird im Gehirn reichlich Dopamin ausgeschüttet – umgangssprachlich auch das Glückshormon genannt – und der Nucleus Accumbens aktiviert. Der setzt die Motivation frei. Achtung: Emotionen und Abwechslung sind entscheidende Faktoren zur Erzeugung von Motivation. Immer die gleichen Belohnungen in Aussicht verringern schnell den Anreiz.

Drei Arten von Motivation

Der Leistungstyp

Man unterscheidet zwischen drei Arten von Motivationstypen. Zum einen gibt es den sogenannten Leistungstyp. Dieser zeichnet sich durch Disziplin und Detailexaktheit aus, aber auch durch Perfektion sowie strategische und analytische Fähigkeiten. Leistungstypen haben nicht selten hohe Erwartungen an sich selbst und agieren eher introvertiert. Ebenso benötigen sie Freiräume, Zeit und genügend Ruhephasen am Arbeitsplatz. Fähigkeiten von Leistungstypen entfalten sich besser, wenn sie stressfrei oder idealerweise in einem eigenen Büro arbeiten.

Der Beziehungstyp

Der zweite Motivationstyp ist der Beziehungstyp. Wie man bereits erahnen kann, ist dieser Typ ziemlich kontaktfreudig. Er zeichnet sich durch Offenheit, Interesse und Engagement aus. Im Gegensatz zum Leistungstyp weist der Beziehungstyp häufig eine chaotische und unstrukturierte Arbeitsweise auf. Selbstständig arbeiten gefällt ihm weniger. Im Team zu arbeiten motiviert ihn hingegen.

Der Machttyp

Last but not least: der Machttyp. Charakterisiert sind Machttypen durch lösungsorientiertes Handeln und Denken, Stressresistenz und Entscheidungsfreude. Sie genießen Anerkennung, welche ihnen auch als Motivationsfaktor dient. Optimalerweise üben diese eine Führungsposition aus, wodurch auch ihre Kreativität erweckt wird. Natürlich lässt sich ein Motivationstyp nicht eins zu eins auf einen Menschen übertragen. Machttypen können auch Charakteristika von Leistungstypen und Beziehungstypen aufweisen. Und anders herum natürlich ebenfalls.

Motivation am Arbeitsplatz

Tipps zur Steigerung der Motivation am Arbeitsplatz

Für die optimale Motivation am Arbeitsplatz können folgende Tipps befolgt werden:

  • Führt regelmäßige Feedback-Runden durch. Auch Führungskräfte sollten sich Feedback bei ihren Mitarbeitern holen, welche Mittel sie für eine optimale Arbeitsweise für wichtig erachten und ob diese im Team gegeben sind
  • Ziele motivieren: Vereinbart Ziele für jeden Mitarbeiter im Team
  • Fördert offene Kommunikationsweisen innerhalb des Teams – über Hierarchieebenen hinaus
  • Akzeptiert die verschiedenen Motivationstypen
  • Schafft Anreize: Belohnt euch selbst für gute Arbeit oder entwickelt sogar eine Art Belohnungssystem für das gesamte Team
  • Räumt euren Arbeitsplatz auf. Wie ihr das am besten macht, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

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