Mein Tag auf der Hannover Messe

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Vor genau einem Monat fand die Hannover Messe statt. Im Blog haben wir bereits von den Highlights und Aktionen rund um die Messe berichtet. Doch wie sieht eigentlich ein Messetag aus Sicht einer Mitarbeiterin aus? Anja Moldehn, Senior Projectmanagerin Industrie 4.0, berichtet von ihren Eindrücken auf der Messe.

Früh aufstehen

Eine Woche Hannover Messe. Wie jedes Jahr bedeutet das: um 5:30 Uhr aufstehen – so gar nicht meine Zeit. Schließlich bin ich nicht Bäcker, sondern Marketing-Fachfrau. Aber jammern hilft bekanntlich nicht, also aufstehen und Espresso trinken. Zum Glück locken aufregende Tage: Einerseits wird es technisch sehr spannend, zum anderen ist jeder Tag randvoll mit Gesprächen mit Menschen aller Nationalitäten. Dieses Jahr besonders spannend für mich: Kommt der selbstgebaute Kicker unserer Auszubildenden und dualen Studenten gut an? Können wir den Besuchern spielerisch näherbringen, wie die Bällesortier-Anlage und der Kicker 4.0 den Schritt in die digitale Revolution versinnbildlichen?

Industrie 4.0 und das Internet of Things and Services

Die großen Schlagworte der Hannover Messe sind Industrie 4.0 und das Internet of Things and Services. Dabei zeigt unser Kicker 4.0 ganz anschaulich, wie die Kommunikation von Cloud zu Cloud durch vorbeugende Wartung Ausfälle in Produktion und Gebäudetechnik vermeidet. Zugegeben, das Thema ist nicht ganz einfach zu veranschaulichen. Gerade deshalb finde ich den spielerischen Ansatz so einfach und überzeugend.

Der Kicker und die Bällesortier-Maschine symbolisieren eine Anlage im Maschinenbau. Der Kickerball ist mit einem RFID(Radio Frequency Identification)-Transponder versehen. Durch diese eindeutige Zuordnung des Produkts „Kickerball“ wird wandlungsfähige, modulare Produktion in Stückzahl eins möglich. Dafür werden dem physikalischen Produkt seine digitalen Daten zugeordnet. So entsteht der Digital Twin, der digitale Zwilling eines Produkts. Auf dieser Grundlage fertigt Phoenix Contact bereits heute individuelle Produkte in geringen Losgrößen.

Industrie 4.0 in der Anwendung

Alle relevanten Prozessdaten werden in der Proficloud  zur Verfügung gestellt. Auf dieser Plattform liegen die Daten zur Überwachung oder für weitere Services bereit. Die durchgängige Datennutzung über Cloud-Systeme im Maschinenbau oder in der Gebäudeautomation hat den Vorteil, dass übergeordnete Systeme zum Beispiel auf  Materialverwaltungsdaten zugreifen, um anstehende Wartungen zu melden. Gemeinsam mit dem Softwarespezialisten Solihde werden Synergien greifbar, wenn die Prozessdaten über Unternehmensgrenzen hinweg in der Cloud genutzt werden.

Gut, dass ich es so früh aus dem Bett geschafft habe. So konntet ihr spielerisch den konkreten Anwendernutzen des abstrakten Themas Industrie 4.0 live erleben. Und ich durfte mit euch spannende Diskussionen führen. Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr.

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