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Eine Smartwatch am Handgelenk sieht nicht nur schick aus, sondern kann auch ordentlich was. Privat weckt sie mich morgens auf, zeigt mir über den Tag Nachrichten an und begleitet mich abends auf meiner Fahrradtour. Was leistet sie aber in der Produktion? 

Industrie 4.0 – das ist die Produktion der Zukunft. Alles wird „smart“, nicht nur das „phone“ und die „watch“, auch unser Arbeitsalltag verändert sich im Rahmen der Digitalisierung rasant. Wir halten euch auf dem Laufenden darüber, was die vierte industrielle Revolution eigentlich bedeutet. Anhand von praxisnahen Beispielen erklären wir, wie wir den Weg der digitalen Transformation Richtung Zukunft beschreiten.

Vor ein paar Monaten habe ich euch auf einer Entdeckungsreise durch die Smart Factory unter anderem von unserem Projekt Smartwatch berichtet. Heute möchte ich euch ein Update zum Projekt geben, denn mittlerweile planen wir die „Smartwatch II“ fürs Handgelenk.

Die erste Generation unserer Smartwatch für die Produktion ist ein voller Erfolg. Sie zeigt Störungen und Stillstände an und unterstützt so die Mitarbeiter bei der Planung und Priorisierung ihrer Arbeit. Immer häufiger äußerten unsere Mitarbeiter daher den Wunsch nach weiteren Funktionen und Informationen auf der Uhr.

Zielgenaue Information, kurze Kommunikationswege  

Um den Arbeitsfluss noch besser zu optimieren, bestand der Wunsch, neben der eigentlichen Störung auch den Störungsgrund und den Störungsort als Information am Armgelenk zu erhalten.

Wiederkehrende Störungen an der gleichen Station erfordern oftmals eine Reparatur durch einen Facharbeiter. Über einen Knopf am Handgelenk möchten die Produktionsmitarbeiter die Meldung an den Facharbeiter weiterleiten. Dieser soll dadurch den Auftrag zur Reparatur der Störquelle bekommen. Lange und zeitintensive Kommunikationswege entfallen mit dieser Funktion.

Verbesserte Selbstorganisation  

Der aktuelle Status eines Auftrags ist maßgeblich für die weitere Arbeitsplanung. Wie viel wurde bereits produziert und wie viel fehlt noch? Auch diese Information soll direkt vom Handgelenk ablesbar sein. Der Produktionsmitarbeiter kann dann je nach Antwort die Vorbereitungen für den folgenden Auftrag starten und einen reibungslosen Auftragswechsel sicherstellen. Die Nachproduktion von Fehlmengen kann er so frühzeitig einplanen und fehlende Komponenten rechtzeitig anfordern.

Prozesskontrolle in Echtzeit 

Durch die Überwachung der Ausschussquoten jeder Prüfstation möchte der Produktionsmitarbeiter zukünftig immer und überall die Qualität „vor Augen“ haben. Auch das soll über die Smartwatch realisiert werden. Prozessschwankungen kann der Mitarbeiter dadurch sofort sehen. Gegenmaßnahmen kann er zeitnah und effektiv planen. Mit dieser Funktion würde der Ausschuss gesenkt und die Qualität noch besser gesichert.

Das sind einige unsere Vorhaben für unsere „Smartwatch II“. Ich hoffe, dass wir diese Version der Smartwatch noch in diesem Jahr nutzen können. Über den Erfolg werde ich euch natürlich hier im Blog berichten.

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