Dunkle Tage, kalte Temperaturen und glatte Straßen. Zur derzeitigen Jahreszeit denken wir an den Winter nicht gern zurück und freuen uns auf lange Tage mit vielen Sonnenstunden. Aber gerade in dieser Zeit müssen sich Betreiber von Windenergieanlagen bereits über den bevorstehenden Winter Gedanken machen. Denn wenn die Rotorblätter vereist sind, können die Anlagen kurzfristig zu gefährlichen Geschossen werden. Lest mehr darüber im heutigen Blogbeitrag.

Erneuerbare Energien wie Solar- und Windenergie gewinnen immer mehr an Bedeutung. In unserer Reihe zum Thema Windenergie erklären wir euch, wie eine solche Energiegewinnung genau funktioniert und wo dabei Produkte und Lösungen von Phoenix Contact zum Einsatz kommen.

Ein Spaziergang durch die Schneelandschaft kann im Winter etwas sehr Schönes sein. Geht man allerdings in der Nähe eines Feldes spazieren, auf dem Windenergieanlagen installiert sind, kann es schnell zu einer Gefahrensituation kommen. Eisplatten von vereisten Rotorblättern können sich lösen und mehrere hundert Meter weit fliegen. Weitere Windenergieanlagen in näherer Umgebung oder schlimmstenfalls sogar Personen können durch die umherfliegenden Eisschichten getroffen werden.

Eiserkennung beugt Anlagenstillstand vor

Um dieses Szenario zu vermeiden, bleibt den Betreibern der Anlagen meist keine andere Möglichkeit als die Windenergieanlagen abzuschalten. Ein einwandfreier Anlagenzustand kann so nämlich nicht gewährleistet werden. Steht die Anlage still, kann sie natürlich keine Energie erzeugen. Damit Eisschichten zuverlässig und frühzeitig erkannt werden, hat Phoenix Contact eine Lösung zur Eiserkennung entwickelt, welche die Anlage ausschaltet und ein Enteisungssystem startet. Ein automatischer Wiederanlauf ermöglicht einen direkten Betrieb nach Abtauen des Eises auf dem Rotorblatt.

Windrad bei Schnee

Die Lösung nennt sich Ice Detection System (ID-S). Sie besteht aus Sensoren und einer Auswerteeinheit. Die Sensoren werden direkt auf die Rotorblätter geklebt. In einem Schaltschrank in der Gondel der Anlage wird außerdem eine Auswerteeinheit installiert. Die Sensoren messen die Eisdicke und die Temperatur außen auf dem Rotorblatt. Der Sensor wird direkt über Solarenergie versorgt und verfügt über eine Speicherkapazität bis zu 1000 Stunden. Der Sensor ist nicht verkabelt, sondern liefert per Funk seine Daten an den Schaltschrank zur Auswertung. Die Lösung ist dabei nicht nur für neue Windenergieanlagen gedacht. Auch in bestehenden Anlagen kann sie nachgerüstet werden. So ist ein zuverlässiger Betrieb von Windenergieanlagen auch bei eisigen Temperaturen möglich.

Modulares Gesamtsystem

Eiserkennung, Blitzstrommessung und Lastüberwachung: Blade IntelligenceFür die Prüfung der Rotorblätter bietet Phoenix Contact gemeinsam mit zwei weiteren Überwachungslösungen ein modulares Gesamtsystem. Dabei geht es nicht ausschließlich um die Früherkennung von Schäden und die Vermeidung von Gefahren. Mit den gesammelten Daten wird ebenso die Anlage optimiert. Jede Art der Zustandsüberwachung arbeitet mit speziellen Sensoren. Die Auswertung kann mit diesem Gesamtsystem von einem Schaltschrank übernommen werden. So ist ein effizientes und nachhaltiges Wartungsmanagement von Windenergieanlagen möglich. Die Gesamtlösung nennt sich Blade Intelligence. Aufgrund der Offenheit von Blade Intelligence können zukünftige Konzepte ebenfalls eingebunden werden, an deren Entwicklung heute noch gar nicht gedacht wird. Möglich macht dies die zugrundeliegende Automatisierungsplattform PLCnext Technology. Über die anderen beiden Lösungen erfahrt ihr mehr in zwei weiteren Blogbeiträgen. Den nächsten gibt es in zwei Wochen.

Mehr zum Thema Windenergie

Wie entsteht eigentlich Wind und wie wird daraus Energie generiert? Lest die Antworten hier. Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Windenergie findet ihr in diesem Beitrag.

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