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Zwei unserer dualen Studierenden der Data Science haben einen Online-Berufswahltest entwickelt, der Unschlüssigen bei der Entscheidungsfindung helfen soll. Mehr über dieses Projekt erfahrt ihr im Blogbeitrag.

Ein Pferdewirt mit Tierhaarallergie oder eine Ärztin, die kein Blut sehen kann – würden alle Menschen den Beruf ausüben, den ihnen der Berufswahltest in der Schule damals ausgespuckt hat, wäre die Arbeitswelt vermutlich seltsam besetzt.

„Bei diesen Tests in der Schule kommen oft sehr komische Ergebnisse raus“, findet auch Henrik Folz, seit einem Jahr dual Studierender im Bereich Data Science bei Phoenix Contact. „Ich habe mich immer gewundert, woran das liegt. Denn wenn man die Fragen richtig stellt und die Daten entsprechend auswertet, dürfte das ja nicht so schwierig sein.“ Er entwickelte daher die Idee, für die Ausbildungsberufe und Studiengänge bei Phoenix Contact selbst so einen Test zu bauen.

Unterstützung bekam er von seinem Kollegen Philipp Olfert, ebenfalls dual Studierender Data Science. „Wir haben uns Übersichten besorgt, welche Inhalte in welchen Ausbildungsberufen und Studiengängen behandelt werden“, erklärt Philipp Olfert. „Diese Inhalte haben wir dann in verschiedene Kategorien einsortiert, wie zum Beispiel Wirtschaft, Technik oder Informatik. Bei jeder beantworteten Frage wird dann bewertet, wie interessiert die Teilnehmenden an der Kategorie sind, zu der sie gehört.“ An dieser Stelle kommt die Data Science ins Spiel: „Wir nehmen die Daten der Teilnehmenden, bauen einen Algorithmus ein und lassen so die passenden Berufe berechnen.“

Lernen am Projekt

Besonders erstaunlich an dem Projekt: Bereits nach zwei Monaten Ausbildung haben die beiden Kollegen mit dem Programmieren gestartet. „Wir hatten so gut wie kein Vorwissen im Programmieren“, berichtet Henrik Folz. „Wir haben Tutorials im Internet geschaut und auch Hilfe von erfahreneren Kollegen bekommen. Letztendlich haben wir aber an dem Projekt gelernt.“

Nach zwei Monaten war der Test fertig. Henrik Folz: „Wir haben uns dann gedacht: Richtig cool wäre es, wenn der Test auch wirklich zur Anwendung kommt. Aber in so einem großen Unternehmen ist das bestimmt schwer.“ Schließlich ging es dann doch recht einfach: „Der Abteilungsleiter der Ausbildung, Bastian Bröckling, kam zu uns ins Automatisierungslabor, hat den Test selbst durchgeführt und direkt gesagt: Den bringen wir auf die Webseite.“

Selbst sagt Bastian Bröckling: „Als ich den Berufswahl-Check das erste Mal gesehen habe und testen konnte, war ich von der Idee sofort begeistert. Das Tool überzeugte mit einer intuitiven Steuerung, einer hohen Übersichtlichkeit und mit einem hochwertigen Analyseergebnis. Die Teilnehmenden bekommen innerhalb von drei Minuten auf einen Blick ihre passenden Berufe anzeigt. Mir war klar, dass dieses Tool ein echter Gewinn und Wettbewerbsvorteil zu anderen Unternehmen in der Berufsorientierung und dem Ausbildungsmarketing ist. Dass es aus der Feder zweier dual Studierender aus dem ersten Ausbildungsjahr stammt, freut mich umso mehr. Hier trifft Begeisterung, Lernen und Wertschöpfung aufeinander. Heraus kommt eine Innovation.“

Berufswahltest online verfügbar

Nach einer kurzen Testphase mit 40 Studierenden und Auszubildenden haben Henrik Folz und Philipp Olfert den Test noch etwas optimiert, dann war er reif für die Veröffentlichung auf der Webseite. In den ersten zwei Monaten haben bereits 579 Personen den Test absolviert. „Interessierte können sich jetzt viel besser mit unseren Ausbildungsberufen und Studiengängen auseinandersetzen“, so Philipp Olfert. „Ein Berufsname allein sagt oft wenig über die Ausbildung oder das Studium aus. Mit dem Test kann man seine eigenen Interessen gut abgleichen.“ Übrigens: Am 1. Juli ist das Bewerbungsverfahren für 2022 gestartet. Der Berufswahl-Check kann also ab sofort zu echten neuen Bewerberinnen und Bewerbern führen.

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