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Ohne Kreativität und ein aktives Miteinander geht es nicht. Das hat der letzte Blog zur weltweiten Vernetzung des digitalen Zwillings schon erahnen lassen. Wo es in unserer Region netzwerkelt und warum Kreativität und Zusammenarbeit in der digitalen Arbeitswelt eine große Rolle spielen, lest ihr im heutigen Beitrag.  

Industrie 4.0 – das ist die Produktion der Zukunft. Alles wird „smart“, nicht nur das „phone“ und die „watch“, auch unser Arbeitsalltag verändert sich im Rahmen der Digitalisierung rasant. Wir halten euch auf dem Laufenden darüber, was die vierte industrielle Revolution eigentlich bedeutet. Anhand von praxisnahen Beispielen erklären wir, wie wir den Weg der digitalen Transformation Richtung Zukunft beschreiten. 

Gemeinsame Ideen schaffen Neues 

Die Digitalisierung optimiert die Kooperation, Koordination und Transparenz über die kompletten Wertschöpfungsketten der beteiligten Partner sowie über Unternehmensgrenzen hinweg. Mit dem digitalen Zwilling sind die technischen Möglichkeiten dafür jetzt vorhanden. 

Neue Konzepte wie die unternehmensübergreifende Datennutzung mit dem digitalen Zwilling basieren auf neuen Denkweisen, die von Offenheit geprägt sind. Nur wenn dabei bekannte Abläufe in Frage gestellt werden, können Lösungen entstehen, die unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten. Dafür braucht es unter anderem den Blick für das große Ganze. Zur Erweiterung des eigenen Horizonts erweisen sich Netzwerke als sinnvoll. Dort können sich die Unternehmen ausprobieren, neue Ideen erarbeiten und diese dann technisch umsetzen. 

Wo kleine Start-ups kreativ loslegen oder neue Ideen bei Hackathons schnell verwirklicht werden, bewegen sich mittelständische und große Unternehmen in einem Spannungsfeld: Einerseits müssen sie dem Anspruch an Professionalität und Verlässlichkeit genügen. Gleichzeitig sind neue Räume für Kreativität zu schaffen, zum Beispiel durch Design Thinking. Um für Kunden und Unternehmen einen Mehrwert aus der Digitalisierung zu schaffen, braucht es Arbeitnehmer, die kreativ und zur Zusammenarbeit fähig sind. Und Arbeitgeber, die hier Freiräume ermöglichen. 

Im Netzwerk arbeiten  

Um sowohl technische Lösungen als auch neue Formen der Zusammenarbeit auszuprobieren, engagieren wir uns in übergreifenden Netzwerken wie der Plattform Industrie 4.0. Das Gemeinschaftsprojekt der deutschen Wirtschaftsverbände Bitkom, VDMA und ZVEI beschäftigt sich mit der Implementierung des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 der Bundesregierung. Die Plattform Industrie 4.0 wird von der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie den Verbänden und Gewerkschaften getragen.  

Ergänzend dazu gibt es lokale Netzwerke, die von Vereinen, Interessengruppen oder den örtlichen Industrie- und Handelskammern getrieben werden. Den gemeinsamen Nenner in einem lokalen Netzwerk stellt der intensive Dialog in Bezug auf praxisnahe Lösungen dar. Hier wird nicht spezifiziert und definiert, sondern nach Best-Practice-Beispielen gesucht. Im Rahmen von Industrie 4.0 sind viele von der Bundesregierung initiierte Kompetenzzentren in den Bundesländern entstanden. Überall finden unterschiedliche Interessengruppen zusammen und sorgen für einen allseits vorteilhaften Informationsaustausch. Einen Überblick über Kooperationen und Forschungsprojekte zum Thema Industrie 4.0, an denen sich Phoenix Contact beteiligt, seht ihr hier.

Spitzencluster it‘s OWL 

Regionales Netzwerk: Spitzencluster it's OWL

Als Beispiel für ein regionales Netzwerk möchte ich das Spitzencluster it’s OWL (Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe) nennen. In diesem Technologienetzwerk führen Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Elektro- und Elektronik- sowie Automobilzulieferindustrie gemeinsam mit regionalen Forschungseinrichtungen konkrete Projekte durch. Hier haben wir unser erstes Industrie-4.0-Projekt umgesetzt, die wandlungsfähige Produktionsanlage wie im Bild zu sehen. Dabei ist ein durchgängiges Engineering der Schlüssel zu einer effizienten Produktentwicklung, die lediglich dann gelingt, wenn die verschiedenen Engineering-Werkzeuge über Schnittstellen sowie gemeinsame Datenformate und -quellen zusammenarbeiten. Viele dieser Erkenntnisse sind mittlerweile in unserer eigenen Produktion umgesetzt. 

Immer stehen das gemeinsame Lernen und Unterstützen im Vordergrund. So ergeben sich neue Kooperationen und zahlreiche Industrie 4.0-Projekte finden ihren Anfang. Denn Industrie 4.0 stellt alle Unternehmen vor die gleichen Herausforderungen. Die Fragestellungen umfassen neben technischen Neuerungen auch veränderte Vertriebsprozesse und Marketingstrategien. In der ungezwungenen und vor allem vorwettbewerblichen Arbeitsatmosphäre können diese kritisch untersucht, verbessert und erprobt werden. Gewonnene Erkenntnisse nutzt dann jeder für sich.  

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