Daten sind das neue Gold. In der Prozessindustrie können Daten und künstliche Intelligenz zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung genutzt werden. Wie das funktionieren kann, erklären wir euch im heutigen Beitrag.

Die Automatisierung macht auch vor der Prozessindustrie keinen Halt. Mit dieser Reihe zum Thema Prozessindustrie zeigen wir euch, was sich hinter dieser spannenden Industrie verbirgt und welche Rolle Phoenix Contact darin spielt.

Dass eine Prozessanlage funktionieren und dabei sicher sein muss, ist klar. Wie wäre es aber, wenn sie noch dazu hochverfügbar wäre? Wenn keine Anlagenteile ungeplant gewartet werden müssen oder gar ausfallen? Die Lösung liegt in den Daten. Und die Daten liegen meist bereits in der Anlage, sie werden bloß oft nicht genutzt.

Künstliche Intelligenz und Massendaten

Für den Betreiber entsteht der größte Nutzen, wenn die Daten nicht in einem lokalen Meldesystem, sondern in der Cloud landen. Durch die Masse an verschiedenen Daten, die zu einem bestimmten Gerätetyp in der Cloud gesammelt werden, können mit künstlicher Intelligenz zuverlässige Vorhersagen getroffen werden: Wann wird welche Pumpe einen Schaden haben? Wann ist eine Wartung und wann ein Austausch sinnvoll? Das Stichwort hier lautet Predictive Maintenance, also „vorausschauende Wartung“. Aus den Daten leitet sich Wissen und Nutzen für alle ab.

Imagebild: Künstliche Intelligenz in der Prozessindustrie

Datenauswertung kann Leben retten

Gerade in der Chemieindustrie ist eine funktionierende Notdusche wichtig, falls man doch mal mit gefährlichen Chemikalien in Berührung kommt. Klar, so eine Notdusche wird in regelmäßigen Rundgängen kontrolliert. Aber was, wenn sie genau nach dem Rundgang ausfällt? Mit der richtigen Datenauswertung kann das Instandhaltungsteam direkt informiert werden, wenn eine Dusche nicht mehr funktioniert. Am Beispiel Notdusche sieht man auch, dass nicht jede Information für jeden gleichermaßen wichtig ist. Die Instandhaltung muss über die Funktion der Dusche Bescheid wissen. Das Auslösen der Dusche kann aber auch für Ersthelfer und Sanitäter von Relevanz sein.

Die Lösung heißt OPC UA

OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture), ein offener Schnittstellenstandard, sorgt herstellerunabhängig für den Austausch von Daten. Egal, um welche Daten es sich handelt, sie stehen dem System zur Verfügung, das sie benötigt. Das ist mal die Cloud, mal das Maintenance-Tool und mal das Alarmierungssystem.

Phoenix Contact unterstützt

Experten von Phoenix Contact unterstützen Betreiber von Prozessanlagen, das Sammeln, Auswerten und Nutzen von Daten umzusetzen. Sie helfen dabei, die richtige Maßnahme für die jeweilige Applikation zu finden und zu realisieren. Welche Daten sollten in der Cloud landen und welche nicht? Was soll in der Cloud damit passieren? Und welche App macht aus den Daten das Wissen, das der Anwender benötigt?

Real-Live-Tests in Demo-Anlage

Phoenix Contact sammelt seine Erfahrungen in einer Demonstrations- und Testanlage in Frankfurt-Höchst. Sie wurde 2017 im Auftrag der Interessengemeinschaft Regelwerke Technik (IGR) errichtet. Dort können beispielsweise Maintenance 4.0-Konzepte, Cloud-Plattformen und Mechanismen der künstlichen Intelligenz getestet werden.

Mehr zum Thema Digitalisierung in der Prozessindustrie könnt ihr auch in unseren Beiträgen zu Modernisierung und Maintenance 4.0 lesen.

Der Beitrag wurde auf Grundlage dieses Fachbeitrags verfasst.

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