Hundert Meter über der Irischen See

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Nils Lesmann berichtet über seinen Einstieg und seine aktuellen Aufgaben bei Phoenix Contact

Als echter Blomberger, der hier in dieser kleinen beschaulichen Stadt aufgewachsen ist, gab es nur ein Ziel nach dem Abitur: bloß weg von hier! Aber wohin und was dort machen? Da ich schon immer technisch versiert war und Interesse an naturwissenschaftlichen Dingen hatte, habe ich schnell den Entschluss gefasst, Ingenieurwesen zu studieren. Am besten dual, so ein Studium will ja auch bezahlt werden.

Mein Weg zu Phoenix Contact

Also fing ich an Bewerbungen zu schreiben, vernünftigerweise auch an dieses große Unternehmen in Blomberg, von dem man als Schüler noch nie so richtig verstanden hat, was es überhaupt produziert. Industrielle Verbindungstechnik, industrielle Kommunikationstechnik oder Automatisierungstechnik waren eher Fremdwörter, die ich auswendig gelernt habe für meine Einstellungsgespräche. In der Vorbereitung für diese Gespräche fiel mir aber eins auf: Egal, mit welchem Phoenix Contact-Mitarbeiter ich gesprochen habe, jeder hat gesagt, wie froh er ist, für Phoenix Contact zu arbeiten und was es für ein toller Arbeitgeber ist, der viele Möglichkeiten bietet. Am Ende entschied ich mich, alle weiteren Stellen abzusagen und in Blomberg zu bleiben.

Duales Studium

Also begann ich am 01.07.2012 in der Ausbildungswerkstatt als dualer Student Mechatronik damit, einen Stahlklotz auf ein bestimmtes Maß zu feilen. Keine schöne Aufgabe, aber was sein muss, muss sein. Im Lauf des dualen Studiums lernte ich das Unternehmen kennen und staune immer wieder, was hier alles möglich ist. Eigener Maschinen- und Werkzeugbau, Entwicklung von Bauteilen, die vor Blitzen schützen, mit einem der leistungsstärksten Labore zum Testen von Blitzableitern in Europa bis hin zu Entwicklung von Steuerungstechnik, mit der beispielsweise große Windenergieanlagen gesteuert und geregelt werden.

Lösungen für die Windenergie

Und damit wären wir beim Thema Windenergie, mein aktuelles Tätigkeitsfeld. Nach meinem Bachelorabschluss konnte ich in das neu entstandene Team Industrielösungen für den Bereich Windenergie am Standort Bad Pyrmont einsteigen. Hier werden für Kunden aus dem Bereich der Windenergie Gesamtlösungen aus industrieller Verbindungstechnik, industrieller Kommunikationstechnik und  Automatisierungstechnik erstellt, um den Kunden durch die Kombination von Phoenix Contact-Produkten einen Mehrwert zu bieten. Inzwischen weiß ich sehr gut, was sich hinter diesen Begriffen versteckt und wie ich die dahinter stehenden Produkte einsetze und kombiniere.

Doch was passiert, wenn der Kunde die von einem erstellte Lösung super findet und gerne einen Prototyp aufbauen möchte und dieser Prototyp ausgerechnet 30 Kilometer vor der englischen Küste in der Irischen See steht?

Offshore-Windenergieanlage in Irland

Hierfür durfte ich dann mit zwei anderen Kollegen an einer Schulung für das Offshore-Arbeiten teilnehmen, als erste Mitarbeiter von Phoenix Contact überhaupt. Also eine Woche lang Retten aus einem abstürzenden Hubschrauber, Überleben auf hoher See, Brandbekämpfung auf einem Schiff sowie das Abseilen von einer Windenergieanlage ins Wasser.

Einen Monat später stand ich dann 100 Meter über der Irischen See auf einer Offshore-Windenergieanlage in einem Park bestehend aus 120 weiteren Anlagen. Soweit das Auge blicken kann, wird hier nur erneuerbare Energie erzeugt. Als Mitarbeiter des mir am Anfang fast unbekannten Blomberger Unternehmens bin ich mittendrin in der weltweiten Energiewende.

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