Florian Martin war im letzten Jahr mit Phoenix Contact und Aiesec im Rahmen eines sozialen Auslandsprojekts in Indien. Hier im Blog erzählt er uns von seinen Erlebnissen im Ausland.

Florian Martin in Indien

Anfang August 2016 begann mein Auslandsabenteuer in Indien. Dabei war mein Ziel, zusammen mit Aiesec und dem Projekt „Explore India, expolore by myself“ Land und Leute näher kennenzulernen.

In Delhi

Indiens Hauptstadt Delhi hat etwa 16,8 Millionen Einwohner. Neben den slumähnlichen Vororten hat Delhi im Stadtkern durchaus schöne und saubere Plätze. Mein täglicher Weg zur nächstgelegenen Metrostation führte mich allerdings vorbei an großen Müllhalden, die entlang der Straße lagen. Dort suchten sich die heiligen Kühe ihr Futter. Die Metro übertraf meine Erwartungen im positiven Sinne, da sie auf einem sehr modernen Stand ist. Für Frauen gibt es in den Metrozügen sogar gesonderte Abteile. Da merkt man, dass die Sicherheit für indische Frauen im Vordergrund steht. Zu den größten Sehenswürdigkeiten gehört in Delhi der Akshardham Tempel. Eine der größten und beeindrucktesten Tempelanlagen, die ich während meines Aufenthalts gesehen habe. Ein Muss bei jedem Akshardham-Besuch ist die Watershow. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Laser-, Wasser, Feuer-, und Theatershow wartet hier auf die Besucher. Als weiterer Höhepunkt in Delhi gilt das „India Gate“. Der 42 Meter hohe Bogen ist nach dem Vorbild des Pariser Arc de Triomphe gebaut und soll an die Soldaten aus Britisch-Indien erinnern, die im ersten Weltkrieg gefallen sind.

Unterwegs in Nordindien

Um so viel wie möglich von Indien zu sehen, machte ich mehrere Ausflüge. Deshalb reiste ich nach Agra zu dem weltberühmten Taj Mahal – ein Muss für jeden Indienaufenthalt. Pink City Jaipur war ebenfalls dabei. Zu den selbst organisierten Reisen zählte Amritsar, wo ich mit einem Nachtzug hinfuhr. Mit dem Flugzeug –reiste ich nach Varanasi, der Hauptpilgerstätte für jeden Hindu. Mit einer organisierten Tour ging es mit Aiesec nach Rishikesh – am Ausläufer des Himalaya-Gebirges. Besonders die Zugfahrt nach Amritsar war ein großes Abenteuer, da die indischen Verhältnisse nicht mit den deutschen vergleichbar sind. Eine Zufahrt kann problemlos mal zwei Stunden länger dauern als geplant.

In Varanasi beeindruckten mich besonders die engen Gassen, die parallel zum Ganges verlaufen. In diesen Gassen sind kleine Geschäfte zu finden und ab und an begegnet man einer heiligen indischen Kuh. Durch Nachfragen lassen sich die Badetreppen, die sogenannten „Ghats“, welche direkt in den Ganges führen, finden. Besonders lohnenswert ist ein Bootstrip entlang der Häuserfront von Varanasi, da sich von der Wasserseite ein ganz anderes Bild ergibt. Besonders berührt haben mich die brennenden Scheiterhaufen, auf denen verstorbene Hindus verbrannt werden. Mit angemessenem Abstand konnte ich bei dieser heiligen Zeremonie zuschauen, während mir ein Einheimischer mehr über den Hinduismus erzählte.

Fazit

Rückwirkend kann ich sagen, dass diese sechswöchige Reise eine große Erfahrung in meinem Leben darstellt. Ich bin sehr froh, den Mut gefasst und an dem Projekt von Aiesec teilgenommen zu haben. Getreu dem Namen „Explore India“, konnte ich Indien auf meine Art und Weise entdecken. Ich habe die Zeit, mit Ausnahme eines Kulturschocks direkt nach meiner Ankunft, voll und ganz genossen. Besonders der enge Kontrast zwischen Armut und Wohlhaben, der teilweise auch ineinander übergeht, hat mich persönlich beeindruckt. Abschließend möchte ich jedem zu solch einem Abenteuer während der Semesterferien raten.  Es bietet die Möglichkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Florian Martin studiert seit 2014 an der Ernst-Abbe Hochschule in Jena den Studiengang Feinwerktechnik. Zusammen mit Phoenix Contact und Aiesec war er im Rahmen eines sozialen Auslandsprojekts in Indien.

Wie ihr Euch für ein Auslandsprojekt bewerben könnt, erfahrt ihr hier.

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