Duales Studium – mit dem Begriff konnte ich anfangs nicht so viel anfangen. Heute kann ich nur sagen, dass es das Beste war, von dem mich meine Mutter in meinem Leben überzeugt hat.

Das duale Studium vereint eine Berufsausbildung mit einem Studium. Diese Kombination von Theorie und Praxis wird in meinen Augen immer wichtiger. Auf Jobmessen habe ich mich mit dem Thema vertraut gemacht. Ich bewarb mich unter anderem bei Phoenix Contact und wurde auch zu einem Einstellungstest eingeladen. Nach dem Test ging es für mich weiter in die zweite Runde – wir mussten eine Stadt planen. Jedem wurde eine Rolle zugeteilt, die er vertreten musste und so entstand unsere Stadt. Man denkt jetzt, dass man dort nur eine Stadt baut, aber an dem Verhalten und der Art, wie man seine Rolle ausübt kann man viele persönliche Eigenschaften erkennen, wie Durchsetzungsvermögen und Zielstrebigkeit. Auch diese Hürde habe ich gemeistert und wurde zu dem finalen Test eingeladen. In diesem mussten wir eine Aufgabe ausarbeiten und präsentieren. Das war schon eine Herausforderung, und ich bin froh, dass ich meine Nervosität im Griff hatte.

Die Ausbildung und das Studium starten

Am 2. Juli 2007 begann ich meine Ausbildung zum Industriemechaniker und schloss diese im Januar 2010 ab. Parallel begann 2009 das Maschinenbau-Studium an der Technischen Hochschule OWL in Lemgo. Nach dem erfolgreichen Bachelor-Studium war meine erste Station im Unternehmen in der mechanischen Konstruktion im hauseigenen Maschinenbau. Dort war ich zuständig für die Planung und Konstruktion von Vorrichtungen und Maschinenteilen. Im März 2013 habe ich die Möglichkeit bekommen, mir eine andere Abteilung anzuschauen. Nach einer Schnupperphase haben sich mein heutiger Vorgesetzter und ich schnell darauf geeinigt, dass eine Zusammenarbeit von beiden Seiten gewollt ist. Ich wechselte in das Industrial Engineering (IE) des Bereichs Gehäusetechnik. Wir sind die Vertreter der Produktion im Entwicklungsteam neuer Produkte und begleiten diese von der Idee bis in die Serienübergabe. Zusätzlich sind wir zuständig für die Kalkulation der Herstellkosten, die Ausarbeitung von Herstellkonzepten und die Beschaffung neuer Betriebsmittel und Maschinen.

Neue Herausforderungen

Mit dem Wechsel bin ich sehr glücklich, da ich mich mit neuen Herausforderungen beschäftigen kann. Der Beruf ist sehr vielseitig und gibt viele Möglichkeiten, sich bei der Entwicklung neuer Produkte einzubringen. Was mir auch während des Studiums entgegenkam, waren die flexiblen Arbeitszeiten. Das bietet nicht nur mehr Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung, sondern gibt einem auch das Gefühl von Vertrauen. Durch die Unternehmensgröße und die Aufgabenbereiche als IE kommt man sehr oft mit verschiedenen Technologien und Verfahren in Berührung, was ich sehr interessant finde. Rundum bin ich sehr zufrieden und kann jedem technisch Interessierten nur raten, die Augen immer nach neuen Herausforderungen offen zu halten und sich nicht zu verstecken.

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