Phoenix Contact legt viel Wert auf Unabhängigkeit und hat seit jeher immer darauf geachtet, eine hohe Fertigungstiefe aufzubauen und zu bewahren. An unterschiedlichen Standorten in Deutschland und auch dem Ausland wird produziert – nicht immer nur die Produkte an sich, sondern auch spezielle Bauteile, die in den Produkten verbaut werden.

Einer dieser Standorte ist Phoenix Feinbau, vormals Noelle & Berg, ein metallverarbeitender Betrieb mit Sitz in Lüdenscheid. Das Unternehmen verfügt über mehr als 70 Jahre Know-how in der Metallverarbeitung. Mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fertigen metallische Stanz- und Stanzbiegeteile sowie Kunststoffteile zur Herstellung elektrotechnischer Komponenten und Produkte für die Phoenix Contact-Gruppe. Die Produkte werden in der Elektro-, Elektronik- und Automobilzuliefererindustrie eingesetzt.

Manuel Müller ist seit dem Jahr 2006 mit dem Start seiner Ausbildung zum Werkzeugmechaniker Mitarbeiter in der sauerländischen Schwestergesellschaft und erzählt uns in einem Interview etwas über seinen Arbeitgeber und seine Aufgaben.

Herr Müller, Sie haben zwar nicht die kompletten 75 Jahre Zugehörigkeit aufzuweisen, aber ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern können Sie doch bestimmt trotzdem. Können Sie mal kurz zusammenfassen, was das Kerngeschäft von Phoenix Feinbau ist?

Im Grunde sind wir verantwortlich für gestanzte Metallteile in den Phoenix Contact-Produkten. Also das, was die eigentliche Funktion ausmacht, kommt quasi von uns. Dazu gehören viele Bauteile aus Kupfer und viele aus Federstahl. Und wenn ich von viel rede, rede ich da von mehr als 2,5 Milliarden Teilen pro Jahr. Das Kerngeschäft als solches ist das Stanzen von Metallteilen. Das fängt bei kleinen Stanzteilen an und geht bis zu komplexen Baugruppen, wo dann z.B. auch noch Gehäuse aus Kunststoff verarbeitet werden. Die Werkzeuge werden im eigenen Werkzeugbau erstellt und landen dann in der Produktion. Zu dem Kerngeschäft kommen aber noch weitere Bestandteile, wie das Kunststoffspritzgießen und die Montage von kompletten Phoenix Contact-Produkten. Also im Großen und Ganzen gibt es eine riesige Bandbreite an verschiedenen Bereichen bei Phoenix Feinbau, die man so auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Nicht zuletzt darf man natürlich nicht die ganzen unterstützenden Bereiche vergessen, wie z.B. die Betriebstechnik oder die Verwaltung, ohne die das Ganze dann im Grunde auch nicht funktionieren würde.

Verraten Sie uns, welchen Weg Sie bei Phoenix Feinbau gegangen sind?

2006 habe ich bei Phoenix Feinbau mit einer Ausbildung als Werkzeugmechaniker begonnen. Eine Ausbildung, die mich sehr geprägt hat und wo ich lernen konnte, was es heißt, wirklich präzise zu arbeiten. Nach zwei Jahren habe ich die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, und als nächstes begann ich mein Studium in Lemgo im Fachbereich Produktionstechnik. In dieser Zeit habe ich dann bei Phoenix Contact in Blomberg gearbeitet, wo ich verschiedene Bereiche von der Entwicklung bis zum Qualitätsmanagement sehen durfte. Das Schöne daran war, dass man im Grunde einmal Vollzeitstudent war und trotzdem den Kontakt zur Praxis nicht verloren hat. Dadurch konnte ich dann nach Abschluss des Studiums nahtlos bei Phoenix Feinbau weiterarbeiten. Dort bin ich seitdem im Bereich Engineering & Technology Center des Werkzeugbaus tätig.

Was genau sind Ihre Aufgaben dort?

Manuel Müller bei der Arbeit

Meine Aufgaben im Werkzeugbau sind sehr vielseitig und spannend. Außerdem arbeiten wir auch viel abteilungs-übergreifend. Unter anderem kümmere ich mich um die Technologie- entwicklung. Wir testen neue Technologien, und führen diese dann ins Unternehmen ein, wie zum Beispiel das Laserschneiden. Außerdem gucken wir immer, ob wir Technologien, die wir schon einsetzen noch optimieren können. Dafür analysieren wir unsere Prozesse. Von den Ergebnissen leiten wir Verbesserungsmaßnahmen ab. Ein weiterer spannender Punkt ist die Betreuung von öffentlich geförderten Forschungsprojekten.

Was würden Sie einem Bewerber oder Interessierten raten, um sich zu informieren?

Die Stellenausschreibungen geben die wesentlichen Informationen wider, aber oft bleiben ja Fragen offen. Das ist natürlich erst einmal eine Hürde. Aber da kann ich jeden nur ermutigen – die Kollegen freuen sich über Interessenten und beantworten Fragen immer gern. Hin und wieder findet man auch Informationen über uns in der Zeitung. Wir sind ein wichtiger, und vor allen Dingen sicherer Arbeitgeber mit einer starken Unternehmensgruppe im Hintergrund. Gerade im letzten Jahr wurde viel an unserem Standort investiert.

Vielen Dank für das Interview, Herr Müller.

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