Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in immer mehr Ländern an Bedeutung. Schweden ist ganz weit vorne, wenn es um Ressourcenschonung und Recycling geht. Daher war auch das „Weihnachtsgeschenk des Jahres“ bei den Schweden in 2018 aus recycelten Materialien. Was genau das für ein Geschenk war, erfahrt ihr im Beitrag.

Årets julklapp, das Weihnachtsgeschenk des Jahres, wird jedes Jahr in Schweden ermittelt. Nachdem 2017 das e-Bike den Titel bekam, war der Gewinner des letzten Jahres det återvunna plagget – das recycelte Kleidungsstück. Nachhaltige Mode findet so ihren Weg in die schwedischen Kleiderschränke. Auch in Deutschland können wir Kleidung nachhaltig shoppen.

Was genau ist nachhaltige Mode?

Beim Kauf von nachhaltiger Kleidung sind zwei Dinge zu beachten. Zunächst einmal wären da die Materialien, aus denen die Kleidung hergestellt wird. Sogenannte „grüne Textilien“ sind beispielsweise Leinen, Biobaumwolle, Biowolle oder Bioseide. Außerdem gibt es Materialien wie das Viskose-Produkt Lyocell, bei denen auf eine umweltfreundliche Herstellung geachtet wird. Ebenfalls zu beachten ist die Herstellung der Kleidung. Textilien, die aus biologisch erzeugten Naturfasern hergestellt wurden und bei denen die sozialen und umweltbezogenen Mindeststandards bei Lieferung und Produktion eingehalten wurden, tragen eine GOTS-Zertifizierung (Global Organic Textile Standard). Das Fairtrade-Siegel zeigt zusätzlich, dass die Produktion auch in Hinblick auf soziale Aspekte fair war. Das bedeutet zum Beispiel, dass keine Kinderarbeit unterstützt wurde.

Diese Tasche besteht aus Verpackungen von Trinkpäckchen und ist beispielsweise ideal zum Einkaufen

Recycelte Mode wird aus bereits verwendetem Material hergestellt. So gibt es bereits Modemarken, die Produkte aus Plastikmüll herstellen. Adidas hat beispielsweise einen Sportschuh herausgebracht, der aus Ozeanplastik hergestellt wurde. Und auch bei Taschen und Schmuck gibt es Anbieter, die benutze Materialien verarbeiten. Übrigens: Ihr könnt auch kreativ werden und euren eigenen Müll selber verarbeiten. Ein Unikat, handmade und dann auch noch aus recyceltem Material – geht es besser?

Worauf also achten beim Einkauf?

Zunächst einmal lohnt es sich, vor dem Shoppingtrip zu überlegen, was man wirklich braucht. Oft kauft man Kleidungsstücke, die man hinterher gar nicht anzieht und die meisten von uns haben wahrscheinlich eh viel zu viele Klamotten im Schrank. Wenn es doch mal ein neues Teil sein soll, kann man beim Kauf auf die Logos achten, die für die oben genannten Zertifizierungen stehen. Neben der GOTS-Zertifizierung und dem Fairtrade-Siegel gibt es noch weitere Zertifizierungen, die auf eine nachhaltige Produktion oder Materialienauswahl hinweisen. Der GRS (Global Recycle Standard) bestätigt, dass ein Produkt recycelte Anteile hat. Das EU Ecolabel bescheinigt, dass im Produktzyklus hohe Anforderungen den Umweltschutz betreffend umgesetzt werden. Der Online-Versandhändler Zalando vergibt bei seinen Produkten beispielsweise diese Siegel. Auch in anderen Online-Shops lohnt es sich, auf entsprechende Logos zu achten.

Nachteile am Onlineshopping sind natürlich die vielen Verpackungen und der Transport. Deswegen lohnt es sich auch, die eigene Stadt zu erkunden und in den dort ansässigen Boutiquen und Läden einzukaufen. Auch Secondhandläden und Flohmärkte bieten sich an, um dort  bereits getragene, aber meist sehr gut erhaltene Kleidung zu erwerben.

Habt ihr Tipps, wo man schöne und nachhaltige Kleidung kaufen kann oder Anleitungen für ein selbstgemachtes Kleidungsstück aus recyceltem Material? Dann schreibt gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag!

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