Nachdem wir letzte Woche das WAVE Trophy Team Frank und Frank vorgestellt haben, präsentieren wir heute die Herausforderer aus dem eigenen Stall: Jann-Friedrich Albrecht und Alexander Biegler stehen in den Startlöchern für den Start am 12. Juni und lassen sicher nichts anbrennen. Aber zunächst mal ein paar Worte zu den beiden:

Jann-Friedrich Albrecht

2013 habe ich meine Ausbildung zum Mechatroniker bei Phoenix Contact begonnen, die ich im Januar 2016 abschließen werde. Vor ca. vier Wochen wurden wir von unserer Ausbildungskoordinatorin angesprochen, ob wir uns eine Teilnahme an der WAVE Trophy vorstellen können. Dann ging alles ganz schnell: ein Auto wurde aus dem Phoenix Contact Fuhrpark organisiert, die Anmeldung auf den Weg gebracht und plötzlich waren wir auch schon auf dem Weg nach Berlin zur Weltrekord Parade. Bei der WAVE Trophy werde ich die Rolle des Teamleaders übernehmen und mich bei den „Competitions“ eher um die Präsentation kümmern. Privat dreht sich bei mir vieles um Pferdestärken – sowohl im Reitstall meiner Eltern als auch bei meinem Hobby, dem Motoradfahren.

Alexander Biegler

Ich habe zeitgleich mit Jann meine Ausbildung bei Phoenix Contact begonnen und erlerne den Beruf „Elektroniker für Geräte und Systeme“. Derzeit befinde ich mich am Ende meines zweiten Ausbildungsjahrs und werde meine Ausbildung voraussichtlich auf Ende 2016 verkürzen. Als wir darauf angesprochen wurden, ob wir Lust hätten an der WAVE Trophy teilzunehmen, war ich sofort begeistert und wollte diese Chance auch wahrnehmen. Während der Fahrten werde ich mich um den strategischen Part kümmern, das heißt: die Zeiten im Auge behalten; schnellstmöglich, abweichende alternative Routen finden, falls etwas Unvorhersehbares passiert; benötigte Ladezeiten beachten und kalkulieren und Jann zweitrangig im Führen des Fahrzeugs unterstützen. Privat fahre ich viel Rad, spiele Billard und koche sehr gerne.

Ein paar Fragen…

Das Wichtigste vorab – wie ist die Stimmung? Seid ihr aufgeregt?

Die Stimmung ist ganz gut, aber so richtig aufgeregt sind wir noch nicht. Anfang nächster Woche werden wir wahrscheinlich ein bisschen kribbeliger werden. Diese Woche ist noch ziemlich viel zu organisieren, zum Beispiel müssen wir noch das Auto abholen, Abschleppseile besorgen und natürlich sollten wir auch ein paar Probefahrten machen.

Frank und Frank sind als zweimalige Sieger ja nun schon sehr erfahren. Gibt es denn einen Plan, um an den beiden vorbeizukommen?

Gegen Franks Bleifuß haben wir vermutlich keine Chance, aber man gewinnt ja nicht durch Geschwindigkeit, sondern durch Punkte. Außerdem stellt sich bei Frank und Frank vielleicht schon eine gewisse Erfolgsmüdigkeit ein, während wir als junges, dynamisches, erfolgshungriges Team da vielleicht einen Vorteil haben. Aber Spaß beiseite: Es werden Punkte für das Cardesign, die Präsentation des Autos, Geschicklichkeit, etc. vergeben. Und ich glaube, da müssen wir uns nicht verstecken.

Die WAVE Trophy dauert insgesamt acht Tage – welcher Tag wird der anstrengendste?

Die genaue Streckenplanung bekommen wir erst am 11. Juni mit unserem Roadbook beim Briefing. Einen besonderen Reiz hat natürlich die Strecke über das Stilfserjoch in der Schweiz, wo wir über 2800 Höhenmeter überwinden müssen. Da kommt der Akku schon mal an seine Grenzen. Anstrengend wird aber wohl jeder Tag, denn wir versuchen natürlich jeden Tag die Höchstpunktzahl zu erreichen.

Könnt ihr uns mal einen typischen Tagesablauf schildern?

Los geht es mit dem Frühstück. Da schauen wir noch einmal auf das Roadbook. Dann werden Tagesziele ins Navigationsgerät eingetragen, denn wir müssen immer zu bestimmten Zeiten an den vorgegebenen Checkpoints sein. Die Strecke ist dabei vorgegeben. Am Checkpoint angekommen wird das Auto geladen. Vor Ort startet dann jeweils eine „Competition“, bei der wir verschiedene Kriterien erfüllen müssen. Auf dem Sachsenring werden wir zum Beispiel diverse Geschicklichkeitsaufgaben bewältigen. Und an manchen Orten haben wir bei öffentlichen Veranstaltungen die Aufgabe, den örtlichen Institutionen, wie zum Beispiel Sportvereinen, unser Fahrzeug zu präsentieren und uns selbst vorzustellen.

Jetzt mal Hand aufs Herz – welches Ziel habt ihr euch gesteckt?

Ganz klar: Wir wollen in unserer Kategorie gewinnen! Wenn wir schon mal die Chance haben, wollen wir uns natürlich nicht unter Wert verkaufen. Es haben sich so viele Personen richtig ins Zeug geschmissen, dass wir uns am liebsten mit einem Sieg bedanken möchten.

Wir werden das Rennen auf jeden Fall aufmerksam verfolgen. Alle weiteren Informationen zu den Teams, dem Rennen und natürlich das Ergebnis stellen wir auf http://www.phoenixcontact.com/wave zur Verfügung. Wir danken euch herzlich für das Interview und drücken natürlich alle Daumen, dass ihr euer Ziel erreicht.

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