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Fußballphilosophen wissen: Auf dem Platz ist es wie im Leben. Wenn man nicht weiß, wo das Tor steht, kommt man nicht weit. Was liegt näher, als Schule ins Stadion zu verlegen: Als „Schule fürs Leben“. Das Fanprojekt von Arminia Bielefeld tut mit der Stadionschule genau dies. Als „Lehrer“ mit dabei: junge Leute von Phoenix Contact.

„Für uns gehört das Thema Berufsorientierung mit in die Persönlichkeitsentwicklung. Sie ist ein Schwerpunkt unseres Angebots“, erklärt Tobias Mittag. Der 39-jährige Diplom-Sozialarbeiter arbeitet seit 2010 als Projektkoordinator beim Fanprojekt Stadionschule von Arminia Bielefeld. „Das Projekt hilft Jugendlichen in ihrer Berufswahl.“ Das Stadion unterstützt das Vorhaben: „Die Arena ist ein besonderer Ort. Sie erzeugt eine besondere Aufmerksamkeit bei unseren Schülerinnen und Schülern.“

Schule goes Stadion

Einen Tag, manchmal auch drei Tage lang tauschen die Jugendlichen die Schulbank mit den Stadionsitzen. In dieser Zeit bekommen sie ebenso praktische wie authentische Einblicke hinter den Kulissen der 90-Minuten-Fußballshow: Es startet mit einer Stadionführung als „Aufwärmprogramm“: Wie riecht es in den Kabinen? Welche Berufe benötigen wir, damit ein Stadionerlebnis möglich ist? Wie sieht es mit Digitalisierung aus? Was haben die Solarzellen auf dem Dach zu bedeuten?

Phoenix Contact meets Arminia

Dann folgt der Berufsorientierungsteil. Referierende sind immer Personen, die auch aus der Praxis kommen. Tobias Mittag: „Bei uns erleben die Schülerinnen und Schüler die Berufe hautnah. Wir wollen zeigen, dass man auch ohne Studium erfolgreich im Beruf sein kann.“ 

Denn in einem Fußballstadion gibt es viele verschiedene Berufsfelder. Manche offensichtlich, manche eher im Hintergrund. Welche Möglichkeiten sich bieten, ist manchmal unübersichtlich. 

„Angehende Azubis und Studierende haben heutzutage die Qual der Wahl“, weiß Marcel Wessel, Ausbilder bei Phoenix Contact. „Es ist nicht leicht, unter all den Angeboten das Passende für sich zu finden.“ Deswegen unterstützt Phoenix Contact die Stadionschule.

Spielwiese SchücoArena

Für den Workshop Berufsorientierung waren vor Kurzem einige Absolventinnen und Absolventen der Phoenix Contact Junior Business Unit dabei. „Hier in der SchücoArena sind ja ganz viele Komponenten von Phoenix Contact verbaut“, erklärt Raul Kirsch. Er ist einer der jungen Referenten. Wo besser als in der SchücoArena ließe sich elektrotechnische Finesse praxisorientierter und zum Anfassen erklären? 

Praxis und Vielfalt

Alanis Tegeler, Auszubildende im zweiten Lehrjahr, hatte die Workshops zusammen mit ihrem Ausbilder Marcel Wessel organisiert. „Schon die Planung war toll“, sagt sie. „Wir wollten die Workshops gleichzeitig praxisorientiert gestalten und einen Einblick in die Vielfalt der Berufe bei Phoenix Contact geben und die auch hier im Stadion auftauchen.“  Die Lösung: Ein IT-Workshop, den die Azubis und dual Studierende Marie Rinsche, Jan Bakalorz und Raul Kirsch moderierten. Und ein Mechatronik-Workshop, den Louis Maxim Müller und Jan Winter betreuten. 

Nach den Workshops gab es noch eine Abschlussdiskussion und die Möglichkeit, Fragen zum Bewerbungsprozess bei Phoenix Contact zu stellen. Das Highlight für die Schülerinnen und Schüler: ein Interview mit Fußballprofi Manuel Prietl und eine Fotosession mit ihm. 

Alanis Tegeler: „Das war ein super ereignisreicher Tag. Und hat sich gar nicht wie Arbeit angefühlt.“

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